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Olympia 2016 in Rio - Nachrichten, Ergebnisse und Medaillenspiegel

05. Dezember 2016 | 09:38 Uhr

Gewichtheben : Gewichtheber-Sportdirektor bezweifelt Russland-Ausschluss

vom

Kienbaum (dpa) - Der Sportdirektor des Bundesverbandes Deutscher Gewichtheber, Frank Mantek, hat Zweifel daran geäußert, dass die bereits vom Internationalen Verband IWF gesperrten Nationen Russland, Weißrussland und Kasachstan von den Olympischen Spielen ausgeschlossen werden.

«Ich habe nicht die Hoffnung, dass die Verfahren des IOC zu den Nachkontrollen von Peking und London bis Rio abgeschlossen sind», erklärte Mantek beim Medientag des deutschen Olympia-Teams im Sportzentrum Kienbaum.

Die einjährige Sperre der Verbände, aus denen mindestens drei Athleten bei Nachkontrollen der Spiele von 2008 oder 2012 positiv getestet wurden, wird erst wirksam, wenn das IOC die Disziplinarverfahren abgeschlossen hat. Kasachstan hatte in den vergangenen vier Jahren 27 positive Doping-Fälle, Weißrussland 14 und Russland 13. «Da wäre es besonders bitter, wenn diese Nationen mit vollem Kontingent in Rio starten dürften», beklagte Mantek.

Sollten die Sperren doch vor Rio Rechtskraft erlangen, könnten die Deutschen einen fünften Startplatz für den Leimener Max Lang erhalten. «Wir wissen seit langem, dass in vielen Nationen nicht sauber gearbeitet wird. Deshalb drücke ich die Daumen, dass die Gerechtigkeit siegt», meinte Cheftrainer Oliver Caruso.

«Es kann nicht sein, dass Doping-Kontrollen nur durch den Weltverband stattfinden, er sich sozusagen selber kontrolliert. Das schürt Misstrauen. Künftig sollten das neutrale Gremien wie die WADA übernehmen», forderte Mantek. Jährlich gibt es in der Sportart rund 50 Doping-Fälle, die Maßnahmen aber seien viel zu wenig abschreckend. Bisher ist nur Bulgarien wegen elf Doping-Fällen im Jahr 2015 im Gewichtheben von den Spielen ausgeschlossen.

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erstellt am 14.Jul.2016 | 12:40 Uhr

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