zur Navigation springen

Olympia 2016 in Rio - Nachrichten, Ergebnisse und Medaillenspiegel

10. Dezember 2016 | 04:07 Uhr

Olympia : Für Hrubesch beginnt endlich «die Geschichte Olympia»

vom

Horst Hrubesch fühlt sich als Teil der olympischen Familie. Die Begeisterung des Fußball-Urgesteins ist bemerkenswert. Sie hat jugendliche, wenn nicht gar kindliche Züge.

Das «Olympia-Feeling» habe ihn auf der Anreise zu den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro sofort gepackt, als er mit Athletinnen und Athleten aus allen Nationen und allen Sportarten im Flieger saß.

Horst Hrubesch, der Fußball-Europameister, Vizeweltmeister, Europapokalsieger, deutsche Meister und erfolgreiche DFB-Trainer, lebt seinen letzten großen sportlichen Traum. «Dieser olympische Gedanke ist ja was ganz anderes», sagte der 65-Jährige kurz vor der Abreise mit der seiner Auswahl zum olympischen Turnier. «Dass das jetzt nochmal kommt zum Schluss... Was ich noch nicht gemacht habe, noch nicht erlebt habe, das ist die Geschichte Olympia

Vor drei Jahren übernahm der einstige Mittelstürmer aus diesem Grund wieder die U21, die dann bei der EM in Tschechien mit dem Halbfinal-Einzug erstmals seit 1988 wieder die Olympia-Qualifikation eines deutschen Männerteams perfekt machte. Diesen Traum ließ sich Hrubesch nun auch nicht von den großen Widrigkeiten bei der Nominierung des Kaders kaputt machen.

Horst Hrubesch sah sich immer als Teil des großen Ganzen. Die A-Nationalmannschaft und Jogi Löw haben immer Vorrang. «Genau dafür sind wir ja da. Es ist unser Auftrag, die Jungs an das Niveau heranzuführen», sagte er in einem «Welt»-Interview. 2009 führte Hrubesch die U21 zum EM-Titel - Mesut Özil, Mats Hummels, Sami Khedira, Benedikt Höwedes, Manuel Neuer und Jerome Boateng wurden fünf Jahre später unter Löw Weltmeister in Brasilien.

Lösungen finden, und auch nicht über die ablehnende Haltung in der Bundesliga jammern - das ist das Credo des leidenschaftlichen Anglers. «Er ist ein Vollblutfußballer. Und ich denke, dass er seinen Job auch gerne macht», sagte Hrubeschs einstiger Weggefährte Frank Mill der Deutschen Presse-Agentur.

Mill war Kapitän der deutschen Olympiamannschaft mit den späteren Weltmeistern Jürgen Klinsmann und Thomas Häßler, die 1988 in Seoul Bronze holte. Der Offensivspieler begann seine Bundesliga-Karriere an der Seite von Hrubesch 1976 bei Rot-Weiss Essen. «Ich habe sehr viel durch den Langen gelernt. Er kann sehr gut auf die Spieler eingehen. Er ist ein guter Trainer und vor allem auch ein guter Kumpel», sagte Mill.

Der zweimalige Olympia-Teilnehmer («Ich habe es 1984 und 1988 erleben dürfen. Es waren grandiose Ereignisse») erzählte Hrubesch immer wieder von seinen Erfahrungen. Die kann der DFB-Trainer, der seit dem 1. Januar Rente bezieht, endlich auch machen. Und Horst Hrubesch will wie immer etwas erreichen. «Das ist ein großer Anreiz. Wenn wir im Halbfinale im Maracana gegen Brasilien spielen vor 80 000, hätte ich nichts dagegen», sagte Hrubesch.

Deutscher Olympia-Kader

Porträt Horst Hrubesch

Spielplan des olympischen Männer-Turniers

zur Startseite

von
erstellt am 01.Aug.2016 | 09:48 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert