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Olympia 2016 in Rio - Nachrichten, Ergebnisse und Medaillenspiegel

08. Dezember 2016 | 07:07 Uhr

Olympia-Gold in Rio : Fabian Hambüchen will das Reck aus dem Finale kaufen

vom

Zum vierten Mal stand Fabian Hambüchen in einem olympischen Reck-Finale. Nun gelang dem Hessen in den letzten 45 Sekunden seiner Erfolgs-Karriere die Krönung: Olympiasieg in Rio. Das Sieger-Reck will er mitnehmen.

Rio de Janeiro | Alles zu Olympia auch unter www.shz.de/olympia

Fabian Hambüchen krönt seine Turn-Karriere mit dem Olympiasieg am Reck. Der erfolgreichste Deutsche der Turn-Geschichte siegt vor dem Amerikaner Danell Leyva und dem Briten Nile Wilson. Es ist das erste Turn-Gold für die Deutschen seit dem Erfolg von Andreas Wecker aus Berlin bei den Spielen 1996 in Atlanta.

Hambüchen möchte das Reck aus der Olympic Arena von Rio jetzt sogar kaufen. „Ich bin nach der Mixed-Zone mit meinem kanadischen Kumpel noch mal in die Halle gegangen, um das Reck zu fotografieren. Da kam mit der Gedanke: Hey Alter, das Ding musst Du kaufen“, erläuterte der Tunstar im Deutschen Haus am Dienstagabend (Ortszeit) seine Pläne. „Es wäre ja blöd, wenn ich das Ding hier stehen lasse“, sagte Hambüchen.

Mit den Verantwortlichen des deutschen Geräte-Herstellers Spieth habe er schon gesprochen. „Sie haben signalisiert, das müsste klar gehen“, berichtete Hambüchen. Spieth will Hambüchen nach einem Medienbericht das Olympia-Reck sogar schenken. „Es muss noch von der Geschäftsführung abgesegnet werden, aber da finden wir sicher einen Weg. Fabian muss das Reck nicht kaufen, wir unterstützen ihn seit Jahren und ich finde es toll, was er hier in Rio geleistet hat“, sagte Jürgen Garziella, Manager von Spieth Gymnastics, der Münchner Tageszeitung „tz“.

Seinen Platz soll das Königsgerät in der Trainingshalle in Wetzlar finden. „Auf den Pfosten sind die olympischen Ringe und ich werde mein Autogramm drauf setzen, dann ist das ein Unikat“, sagte Hambüchen. Allerdings sei die Logistik der Überfahrt per Schiff noch ungeklärt.

Als Erster ging er in seinem letzten internationalen Wettkampf ans Gerät und setzte der Konkurrenz nach perfekter Show mit 15,733 Punkten eine Note vor, die von keinem Rivalen mehr übertroffen werden konnte. Glücklich lag Hambüchen seinem Vater in den Armen, als die quälend lange Warterei auf die Übungen der Konkurrenz und deren Wertungen zu Ende war. Hambüchen hüllte sich in die deutsche Fahne und brüllte immer wieder Freudenschreie ins Publikum.

Der deutsche Vorturner vervollkommnete vor 10.000 Zuschauern in der Olympic Arena seinen olympischen Medaillensatz nach Bronze in Peking und Silber in London. Insgesamt 27 Medaillen hat der Student der Sporthochschule Köln damit in seiner langen Laufbahn bei internationalen Meisterschaften der Senioren erreicht.

Top-Favorit und London-Olympiasieger Epke Zonderland aus den Niederlanden riskierte zuviel und stürzte ebenso ab wie der Ukrainer Oleg Wernjajew. Fabian Hambüchen nahm sich die Zeit, die beiden Konkurrenten im Athletenbereich zu trösten. Sichtbar angespannt registrierte der Hesse die Übungen der anderen Konkurrenten. Silber ging an den US-Amerikaner Danell Leyva (15,50) vor dem Briten Nile Wilson.

Der 28-jährige Hambüchen war schon als Vorkampfbester in das Finale eingezogen, steigerte sich im Team-Finale und kam schließlich in der Stunde der Entscheidung trotz eines kleine Schritts nach der Landung zu seiner besten Note in Rio.

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erstellt am 17.Aug.2016 | 08:30 Uhr

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