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Olympia 2016 in Rio - Nachrichten, Ergebnisse und Medaillenspiegel

03. Dezember 2016 | 14:42 Uhr

Olympische Medaillen 2016 : Diese Sportler aus SH und Hamburg glänzten in Rio

vom

Viele der 48 Nordlichter überzeugten am Zuckerhut – auch wenn nicht alle eine Medaille mitgebracht haben.

Hamburg | Für die Spitzensportler aus dem hohen Norden war die Olympia-Reise an den Zuckerhut Gold wert. Allen voran die Starter aus Hamburg sorgten in Rio für sportliche Höhepunkte und heimsten Edelmetall in sechs verschiedenen Disziplinen ein – so gut wie noch nie.

Das Rekord-Aufgebot von 48 Nordlichtern war in Rio am Start. 34 Sportler gehören den Teams Hamburg (28) und Schleswig-Holstein (6) an, 12 Athleten - darunter die Handballer Andreas Wolff, Patrick Wiencek und Christian Dissinger vom THW Kiel - werden ebenfalls vom nördlichsten Olympia-Stützpunkt betreut, erhalten von diesem aber keine finanzielle Förderung. Die Tennis-Profis Angelique Kerber (Kiel) und Alexander Zverev (Hamburg) gehören dagegen nicht zum OSP.

Die Ergebnisse der Sportler im Überblick:


Gold im Beachvolleyball

Demonstration der Stärke: Laura Ludwig (l.) und Kira Walkenhorst haben den ersten Olympiasieg für Deutschlands Beachvolleyball-Frauen geholt.
Demonstration der Stärke: Laura Ludwig (l.) und Kira Walkenhorst haben den ersten Olympiasieg für Deutschlands Beachvolleyball-Frauen geholt. Foto: Sebastian Kahnert
 

Einschließlich der Bronzemedaille für die Handballer haben die Sportler aus Schleswig-Holstein insgesamt fünf Medaillen in Rio gesammelt. Für Furore sorgte vor allem das HSV-Beachvolleyball-Duo Laura Ludwig/Kira Walkenhorst, das sich an der Copacabana zur Goldmedaille schmetterte. „Hier zeigt sich, dass die Weichen in der Vergangenheit richtig gestellt worden sind. Hier gilt es, jetzt anzusetzen. Unser Ziel ist es, Hamburg zur Hauptstadt des Beachvolleyballs zu machen“, erklärte Hamburgs Innen- und Sportsenator Andy Grote, der mit Sportstaatsrat Christoph Holstein in Rio vor Ort war, um die Hansestadt zu vertreten und Verhandlungen zu führen.


Hockey-Bronze: Führungsfiguren kommen aus Hamburg

Moritz Fürste feiert die Bronzemedaille mit seinem Nachwuchs auf dem Arm.
Moritz Fürste feiert die Bronzemedaille mit seinem Nachwuchs auf dem Arm. Foto: Friso Gentsch
 

Hockey-Kapitän Moritz Fürste vom Uhlenhorster HC führte die vierköpfige HH-Crew (darunter Tobias Hauke, Florian Fuchs und Nicolas Jacobi) ebenso zu Bronze wie die starke Torfrau Kristina Reynolds vom Hamburger Polo Club das Damen-Team. Dessen 16-köpfigem Kader gehören sogar sieben Spielerinnen aus der Hockey-Hochburg Hamburg an.


Ruderer holen zwei Medaillen

Foto: dpa
 

Ruder-Gold gewann Lauritz Schoof aus Rendsburg im Doppelvierer. Verlass war auch wieder auf die Achter-Ruderer: Eric Johannesen vom Ruder-Club Bergedorf brachte nach Gold 2012 in London aus Rio de Janeiro erneut eine Silbermedaille mit. Der Lübecker Maximilian Munski reihte sich ein in den Silberrausch des Achters.


Silber für Kerber

Angelique Kerber mit der Silbermedaille. Felix Kaestle/Archiv
Angelique Kerber mit der Silbermedaille. Felix Kaestle/Archiv Foto: Felix Kästle
 

Gleiches gelang der Kieler Tennisspielerin Kerber. Und die 49er-Segler Erik Heil und Thomas Plößel, die dem Norddeutschen Regatta-Verein in Hamburg angehören, holten mit Bronze das erste Edelmetall für den Segel-Verband seit 2008. Während das Handball-Trio aus Kiel am letzten Olympia-Tag noch um Bronze kämpfte, hatte Boxer Artem Harutyunyan aus Hamburg diese schon im Reisegepäck.


Reihenweise Nord-Handballer auf dem Treppchen

<p>Das deutsche Team feiert die Bronze-Medaille.</p>

Das deutsche Team feiert die Bronze-Medaille.

Foto: dpa

Mit den Wahl-Kielern Andreas Wolff, Patrick Wiencek und Steffen Weinhold, aber auch dem im letzten Gruppenspiel verletzt ausgeschiedenen Christian Dissinger und dem gebürtigen Itzehoer Hendrik Pekeler zeigte der deutsche Handball, dass er zur Weltspitze gehört. Nach dem knapp verlorenen Halbfinale gegen Frankreich (die Franzosen verloren das Finale am Ende gegen Dänemark) holten Dagur Sigurdssons Handballer Bronze.


Silber für Christiansen und Hrubesch

Streng genommen gehört Max Christiansen (l.) nicht in diese Liste, denn er spielt der Bundesliga für Ingolstadt und ist somit nominell ein Bayer. Wenn ein waschechter Flensburger wie er aber mithilft, dass Deutschland seinen größten Erfolg im Olympia-Fußball überhaupt feiert, ist das schon ungewöhnlich. Im Finale gegen Brasilien wartete Christiansen 120 Minuten auf seine Einwechslung. Als er dann – für die letzten Sekunden des Spiels bereit – neben dem Wahl-Boostedter Horst Hrubesch an der Außenlinie stand, pfiff der Schiedsrichter die Partie ab. Somit musste der 19-Jährige für das verlorene Elfmeterschießen passen.


Kieler Vorzeige-Segler

Erik Heil und Thomas Plößel sind auf den Bronzeplatz gesegelt.
Erik Heil und Thomas Plößel sind auf den Bronzeplatz gesegelt. Foto: Nic Bothma

Ihre Bronzemedaille feierten die Kieler Segler Erik Heil und Thomas Plößel mit einem Rückwärtssalto. Die Crew aus der 49er-Klasse wurde mit Bronze für eine starke Olympia-Woche belohnt. Der 27-jährige Steuermann Heil und sein ein Jahr älterer Vorschoter Plößel sind nun die deutschen Vorzeige-Segler. Sie bescherten den deutschen Seglern das erste Edel-Metall seit acht Jahren. Heil wurde in Berlin geboren und ist Sportsoldat in Kiel, Plößel stammt aus Oldenburg und wohnt in Kiel.


Artem Harutyunyan erboxt Deutschland Bronze

Artem Harutyunyan. VALDRIN XHEMAJ/Archiv
Artem Harutyunyan. VALDRIN XHEMAJ/Archiv Foto: Valdrin Xhemaj

Die deutschen Boxer kehren erleichtert von den Olympischen Spielen zurück. Grund dafür ist die Leistung des Hamburgers Artem Harutyunyan. Im Halbweltergewicht gewann er eine Bronzemedaille – und damit das erste Edelmetall eines deutschen Boxers seit der Bronzemedaille von Vitali Tajbert 2004. Durch den Triumph ist die Gefahr gebannt, dass der Verband in der Sportförderung zurückfällt und für den nächsten olympischen Zyklus weniger Geld vom Staat erhält.

Nicht vergessen sollte man, dass die Sportler allein durch ihre Qualifikation bereits Großes geleistet haben. Der Schwimmer Jacob Heidtmann beispielsweise. Er schwamm auf 400 Meter Lagen einen deutschen Rekord – und wurde aufgrund eines Wendefehlers disqualifiziert.

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erstellt am 22.Aug.2016 | 15:16 Uhr

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