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Olympia 2016 in Rio - Nachrichten, Ergebnisse und Medaillenspiegel

09. Dezember 2016 | 01:11 Uhr

Olympia : DFB zurück in Belo Horizonte: «7:1 spielt keine Rolle»

vom

Deutschlands Olympia-Fußballer wollen in Belo Horizonte gegen Fidschi das Viertelfinale perfekt machen. Dass die Sympathien der vom Trauma 2014 geplagten Brasilianer nicht auf deutscher Seite sein werden, stört niemanden im DFB-Team.

An historischer Stätte blieb Horst Hrubesch äußerlich gelassen. Der DFB-Trainer hat keinerlei Befürchtungen, dass mögliche feindliche Reaktionen der Zuschauer in Belo Horizonte negativen Einfluss auf die deutschen Olympia-Fußballer im Kampf um den Viertelfinal-Einzug gegen Fidschi am Mittwoch haben könnte.

«Wir haben Buhrufe gehört. Das gehört dazu. Das kann normalerweise nur motivierend sein», erklärte der Fußball-Lehrer auf der Pressekonferenz auch mit Blick auf die Missfallensbekundungen bei Deutschlands 3:3 gegen Südkorea. Das legendäre Stadion Mineirao in Belo Horizonte ist der Ort, an dem die deutsche Nationalmannschaft im WM-Halbfinale 2014 Gastgeber Brasilien mit 7:1 demütigte.

«Das 7:1 spielt überhaupt keine Rolle», sagte der 65-Jährige. «Natürlich habe ich mit Hansi Flick darüber gesprochen.» Der DFB-Sportdirektor Flick war am 8. Juli 2014 als Assistent von Bundestrainer Joachim Löw bei diesem unglaublichen Ereignis dabei. Es dürfte nun klar sein, dass die Sympathien aufseiten der sympathischen Freizeit-Kicker aus der Südsee sein werden.

Das Hrubesch-Team benötigt einen Sieg mit fünf Toren Vorsprung, um sicher weiterzukommen. «Ich stelle mich hier nicht hin und sage, dass wir acht, neun oder zehn Tore schießen. Es wird eine harte Nuss», sagte der ehemalige Nationalstürmer. Die Fidschi-Fußballer wollen das in ihren Möglichkeiten stehende tun, die Deutschen zu ärgern. Gegen Südkorea (0:8) und Mexiko (1:5) gelang das jeweils die erste Hälfte.

«Das ist für Deutschland ein sehr wichtiges Spiel, sie brauchen ein sehr gutes Resultat, da lastet ein gewisser Druck auf ihnen», sagte Fidschis Trainer Frank Farina, dessen Kapitän Roy Krishna der einzige Profi im Team ist. Nach zwei knappen Spielen gegen Olympiasieger Mexiko (2:2) und Südkorea (3:3) ist das DFB-Team physisch und psychisch vorbelastet. Für den krassen Außenseiter Fidschi geht es um nichts mehr, er tritt Donnerstag die Heimreise an.

DFB-Coach Hrubesch denkt über «ein, zwei Wechsel» in der Startformation nach, wohl auch mit Blick auf die möglichen Viertelfinal-Gegner Portugal oder Argentinien. Gelbvorbelastet sind Niklas Süle und Lars Bender. Die Mannschaft wird aber auf die Qualitäten von Offensivspieler Serge Gnabry setzen. Mit seinem späten Ausgleich gegen Südkorea ermöglichte er der DFB-Auswahl, noch aus eigener Kraft die Viertelfinal-Qualifikation zu schaffen.

Für Deutschland ist sogar der Gruppensieg drin, sollten Mexiko und Südkorea in Brasilia Unentschieden spielen. Dann allerdings müsste das DFB-Team mit neun Toren Differenz gewinnen, um vor beiden Konkurrenten zu liegen.

Möglich ist das - doch solch hohe Siege deutscher Mannschaften bei Olympischen Spielen liegen lange zurück. Das 16:0 gegen Russland in Stockholm, zugleich Rekordsieg in der deutschen Länderspiel-Historie, gelang am 1. Juli 1912, das 9:0 gegen Luxemburg in Berlin am 4. August 1936.

Ein Ausscheiden war nie ein Thema. «Wir haben es selbst in der Hand. Alle drei Mannschaften können ausscheiden. Ich habe ein Aus aber nicht im Hinterkopf», sagte Hrubesch.

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erstellt am 10.Aug.2016 | 02:41 Uhr

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