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Olympia 2016 in Rio - Nachrichten, Ergebnisse und Medaillenspiegel

05. Dezember 2016 | 01:25 Uhr

Olympia 2016 in Rio : Deutsche Handballer verlieren gegen Frankreich

vom

In einem packenden Halbfinale hat Deutschland weniger Glück als die Franzosen. Nun geht es um die Bronze-Medaille.

Rio de Janeiro | Finale verpasst, Gold-Traum geplatzt: Die deutschen Handballer sind nach einem verrückten Halbfinal-Krimi kurz vor dem Olymp gestoppt worden. Der Europameister unterlag am Freitag im Halbfinale gegen Frankreich mit 28:29 (13:16). Erst zwei Sekunden vor dem Ende fiel der entscheidende Treffer für die Franzosen. Der Einzug verpasste damit die Chance auf den ersten deutschen Olympiasieg seit DDR-Gold 1980 in Moskau.

Das Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson spielt am Sonntag (15.30 Uhr) um Bronze. Der Gegner wird in der Nacht zu Samstag (1.30 Uhr)zwischen Polen und Dänemark ermittelt. Das Finale findet Sonntag um 19 Uhr statt. Frankreich kann nach 2008 und 2012 das Gold-Triple holen.

Für das deutsche Team war es die zweite Niederlage nach der verlorenen Partie gegen Brasilien in der Vorrunde. Auch ein starker Kapitän Uwe Gensheimer, der in der kommenden Saison bei Paris St. Germain spielt, konnte mit seinen elf Treffern die Pleite gegen den lange Zeit in fast allen Belangen besseren zweimaligen Olympiasieger nicht verhindern.

Vor 11.000 Zuschauern kam die deutsche Mannschaft gegen die abwehrstarken Franzosen nur schwer ins Spiel. Einige DHB-Spieler wirkten gehemmt, andere übermotiviert. Beim Torabschluss fehlte die Konsequenz. Zudem glänzte der bereits 39 Jahre alte ehemalige Kieler Thierry Omeyer im französischen Tor immer wieder. In der Deckung bekamen die Deutschen die Klasseleute der Equipe Tricolore nur selten in den Griff, mangelte es an Leichtfüßigkeit und Robustheit wie zuvor beim Viertelfinal-Erfolg gegen Katar.

<p>Uwe Gensheimer (links) and Julius Kühn im Duell mit Michael Guigou.</p>

Uwe Gensheimer (links) and Julius Kühn im Duell mit Michael Guigou.

Foto: dpa
 

Erstmals begann Sigurdsson mit einer 5:1-Formation, wobei ein Spieler die Kreise von Star Nikola Karabatic zu stören versuchte. Doch auch das nutzte nichts gegen den Favoriten. Zumal EM-Held Andreas Wolff im Tor keinen Ball zu fassen bekam. Nach neun Minuten brachte Sigurdsson den Berliner Silvio Heinevetter.

An der Überlegenheit der Franzosen änderte sich nichts. Über 2:2 (5.) und 3:6 (9.) gerieten die Deutschen beim 6:10 (15.) erstmals mit vier Toren ins Hintertreffen. Zwar fanden sie danach allmählich besser in die Partie, auch weil Heinevetter einige Würfe parierte und sich der künftige Paris-Profi Uwe Gensheimer mit sieben Toren bis zur Pause sich als treffsicher erwies. Den Rückstand konnte die deutsche Mannschaft bis zur Halbzeit aber nur bis auf 13:16 verkürzen.

Die Hoffnungen auf eine Wende zugunsten der Deutschen zerstörten die Franzosen nach dem Seitenwechsel zunächst recht schnell. Sigurdsson gab Wolff wieder eine Chance im Tor, wechselte ihn aber in der 50. Minute wieder aus. Kontinuierlich baute Frankreich seine Führung aus und lag beim 15:22 (41.) erstmals sogar mit sieben Treffern in Front. Doch die Deutschen gaben nicht auf. In einer dramatischen Schlussphase kamen sie noch einmal heran. Der frühere Kieler Daniel Narcisse riss sie dann mit seinem letzten Tor aus allen Träumen.

Mehr Olympia-Nachrichten unter www.shz.de/olympia.

 

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erstellt am 19.Aug.2016 | 22:19 Uhr

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