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Olympia 2016 in Rio - Nachrichten, Ergebnisse und Medaillenspiegel

04. Dezember 2016 | 07:14 Uhr

Olympia : Chef de Mission Vesper: Harting-Verhalten «war nicht gut»

vom

Die Führung der deutschen Olympia-Mannschaft hat das Verhalten von Diskus-Olympiasieger Christoph Harting nach seinem Triumph gerügt.

«Was er da aufgeführt hat bei der Siegerehrung, das war nicht gut, denn er ist ein Mitglied unserer Mannschaft und Botschafter unseres Landes», sagte Chef de Mission Michael Vesper in Rio de Janeiro.

Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, Alfons Hörmann, sagte: «Aus meiner Sicht war das nicht optimal, aber ich bin überzeugt, dass er das so nicht wollte.» Harting habe ein Leben lang auf diesen Moment hingearbeitet. «Wenn man sich mit Körpersprache beschäftigt, dann war er aus meiner Sicht einfach überwältigt und überfordert», sagte Hörmann und fügte hinzu, Harting habe für Sonntag eine öffentliche Entschuldigung angekündigt.

Der Diskuswerfer aus Berlin hatte nach seinem Sensationscoup in Rio, wo er Nachfolger seines Bruders Robert wurde, beim Abspielen der Nationalhymne auf dem Treppchen die Arme verschränkt, geschunkelt und auch etwas herumgealbert. Dafür erntete Harting Kritik.

Laut Vesper sei der neue Diskus-Held jedoch einsichtig. «Ihm ist klar, dass das nicht in Ordnung war. Ich glaube, dass war keine böse Absicht von ihm, sondern es war seine erste Siegerehrung in dieser Größe. Da musste er sich erstmal darauf einstellen», sagte der Chef de Mission.

Christoph Hartings Vater verteidigte das Verhalten seines Sohnes. «Wir haben die Siegerehrung auf der Großleinwand mitverfolgt. Das ist Christoph und seine Art, Erfolge zu feiern», sagte Gerd Harting in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Der 25 Jahre alte Goldmedaillengewinner hatte in den sozialen Netzwerken viel Kritik für seinen Auftritt bei der Medaillenübergabe einstecken müssen. So war er auch im Leichtathletik-Lager angegangen worden. «Gold im Diskus ist echt super geil!!! Aber für dieses Verhalten schäme ich mich in Deutschland vor dem TV!», schrieb Sebastian Beyer, früherer Hallen-Europameister und Freiluft-Europameister im Weitsprung, auf seiner Facebook-Seite.

Hartings Auftritt stieß vielerorts auf Widerwillen. Die Tageszeitung «Die Welt» schrieb in einem Kommentar von einer verheerenden Wirkung. «Sensationell hatte Christoph Harting bei den Spielen von Rio seinen verletzten Bruder Robert als Diskus-Olympiasieger beerbt. Sein anschließendes Verhalten aber war eines Goldmedaillengewinners nicht würdig.» «Bild.de» schrieb von einem «Arroganz-Auftritt nach Diskus-Gold».

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erstellt am 14.Aug.2016 | 02:18 Uhr

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