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Olympia 2016 in Rio - Nachrichten, Ergebnisse und Medaillenspiegel

02. Dezember 2016 | 21:17 Uhr

Olympische Spiele in Rio 2016 : 17 Dinge, die bei Rio nicht so klappen

vom
Aus der Onlineredaktion

Müll, Sicherheit und Zuschauer: Nicht alles lief bei diesen Olympischen Spielen glatt. Wo es haperte.

Rio de Janeiro | Olympia in Rio, das sind keine ganz einfachen Spiele. Es gibt große Momente, Helden wie Michael Phelps und Usain Bolt, den Heiratsantrag des chinesischen Wasserspringers Qin Kai. Aber überschattet wird vieles von Problemen.

1. Sicherheit:

Sicherheitsbeamte bewachen das Olympische Dorf in Rio.
Sicherheitsbeamte bewachen das Olympische Dorf in Rio. Foto: Antonio Lacerda
 

Im Olympischen Dorf wird gestohlen, es gibt mehrere Überfälle und im Reitzentrum Einschüsse unklarer Herkunft. Aber unterm Strich machen 85.000 Sicherheitskräfte ihre Sache gut.

2. Transport:

Bei der Attacke auf einen Medienbus gingen Scheiben kaputt.
Bei der Attacke auf einen Medienbus gingen Scheiben kaputt. Foto: Maximiliano Amena
 

Ein kompliziertes System, teils stundenlange Anfahrten für Touristen zu Wettkampfstätten. Alles liegt weit auseinander - und bei einem Medienbus werden während der Fahrt Scheiben eingeworfen.

3. Sauberkeit:

Wahrlich „kein Fünf-Sterne-Hotel“: So leben die Athleten im olympischen Dorf in Rio.
Wahrlich „kein Fünf-Sterne-Hotel“: So leben die Athleten im olympischen Dorf in Rio. Foto: Yonhap
 

Einige Athleten greifen selbst zum Putzlappen, weil tagelang im Olympiadorf nicht gereinigt wird. Verstopfte Klos, schlechter Waschservice und Schmutz sorgen für viele Beschwerden.

4. Versorgung:

Ein Blick in die Mensa für Athleten im Olympischen Dorf.
Ein Blick in die Mensa für Athleten im Olympischen Dorf. Foto: Michael Kappeler
 

Wenig Abwechselung, lange Wartezeiten und schlechte Qualität führen dazu, dass die Sportler-Schlangen bei McDonalds immer länger werden. Bei den Arenen geht für Zuschauer öfter das Essen aus.

5. Promi-Glanz:

Allein auf weiter Flur: Model Gisele Bündchen bei der Eröffnungsfeier der Spiele in Rio.
Allein auf weiter Flur: Model Gisele Bündchen bei der Eröffnungsfeier der Spiele in Rio. Foto: Sergey Ilnitsky
 

Nur 18 Staats- und Regierungschefs bei der Eröffnung, weniger Promis als sonst feuern die Olympioniken an. Dafür hat Model Gisele Bündchen als Ipanema-Girl einen bleibenden Auftritt.

6. Wasser:

Das Wasser verfärbte sich bei den Springern grün.
Das Wasser verfärbte sich bei den Springern grün. Foto: Larry W Smith
 

Zwar gibt es Entwarnung für die Segler in der als Kloake verschrieenen Guanabara-Bucht, dafür färbt sich aber das Wasser bei den Wasserspringen und Synchronschwimmern durch einen Defekt grün.

7. Zuschauer:

Die Olympischen Spiele in Rio sind bisher kein Zuschauermagnet.
Die Olympischen Spiele in Rio sind bisher kein Zuschauermagnet. Foto: Michael Kappeler
 

Offiziell sind 85 Prozent der 6,1 Millionen Tickets verkauft worden, aber überall trüben teils leere Arenen das Bild. Aber zumindest wenn Brasilianer antreten, ist es meistens voll.

8. Saubere Spiele:

Das Thema Doping sorgte vor Beginn der Spiele für hässliche Schlagzeilen.
Das Thema Doping sorgte vor Beginn der Spiele für hässliche Schlagzeilen. Foto: Str
 

Trotz des Reports über systematisches Staatsdoping dürfen rund 280 russische Athleten an den Start gehen. Bis zu 5000 Proben werden in Rio genommen, einige Athleten sind gedopt.

9. Technik:

Im Olympia-Park verletzte eine heruntergestürzte Kamera mehrere Menschen.
Im Olympia-Park verletzte eine heruntergestürzte Kamera mehrere Menschen. Foto: Larry W. Smith
 

Im Olympiapark stürzt eine an Stahlseilen für Panoramaufnahmen angebrachte Kamera ab, sieben Menschen werden verletzt. Ein Fehlalarm im Medienzentrum sorgt für Sendeausfälle.

10. Fahnen:

 

Bei der Anordnung der Sterne auf Chinas Fahne ist etwas schiefgelaufen. Umgehend müssen neue bestellt und genäht werden - schließlich ist China ein recht emsiger Medaillensammler in Rio.

11. Eröffnung:

Der Platz neben IOC-Präsident Thomas Bach (l) nützte nichts, Interimspräsident Michel Temer wurde ausgepfiffen.
Der Platz neben IOC-Präsident Thomas Bach (l) nützte nichts, Interimspräsident Michel Temer wurde ausgepfiffen. Foto: Michael Kappeler

Wer im Maracanã ist, kann nicht verstehen, dass die XXXI. Sommerspiele eröffnet sind. Interimspräsident Michel Temer (Foto rechts), der Dilma Rousseff per Amtsenthebung beerben will, wird ausgepfiffen.

12. Fairness:

Die Future Arena wurde zum erwarteten Hexenkessel.
Die Future Arena wurde zum erwarteten Hexenkessel. Foto: Lukas Schulze
 

Schmähgesänge zwischen Brasilianern und Argentiniern, Pfiffe für Gegner der Brasilianer. Stabhochspringer Renaud Lavillenie vergleicht die feindselige Rio-Stimmung mit Olympia in Berlin 1936.

13. Freiwillige:

Die Helfer richten den Barren für das Finale her.
Die Helfer richten den Barren für das Finale her. Foto: Soeren Stache
 

Viele der 50.000 Helfer fühlen sich mies betreut, können daher nur bedingt helfen und quittieren den Dienst, weil sie beschimpft werden. Einige geben Akkreditierungen an Unbefugte weiter.

14. Favela-Frieden:

Rocinha ist Rios größte Favela.
Rocinha ist Rios größte Favela. Foto: Peter Bauza
 

Abseits der olympischen Welt gelingt kein Frieden in Rios Favelas, Schießereien zwischen Drogengangs und Polizei, im Komplex Maré wird ein Militärpolizist angeschossen und stirbt.

15. Interesse:

Mehrere Tickethändler wurden verhaftet. Felix Kaestle
Mehrere Tickethändler wurden verhaftet. Felix Kaestle Foto: Felix Kästle
 

Millionen Brasilianer nehmen Olympia teilnahmslos hin, nur 50 Prozent stehen laut Umfragen hinter der Sause, immerhin wird auch Dutzenden Straßenkindern der Besuch von Wettkämpfen ermöglicht.

16. Aufbruchsstimmung:

In Brasiliens Stadien dürfen bis auf weiteres Protestplakate gezeigt werden.
In Brasiliens Stadien dürfen bis auf weiteres Protestplakate gezeigt werden. Foto: Raimundo Pacco
 

Olympia sollte das tief gespaltene Brasilien einen - stattdessen werden die Arenen zu „Temer Raus“-Protesten genutzt, von Anhängern der suspendierten Präsidentin Dilma Rousseff.

17. Twitter-Hashtag „Rio2016“:

<p>Wer darf den #Rio2016 benutzen? Darüber wird diskutiert.</p>

Wer darf den #Rio2016 benutzen? Darüber wird diskutiert.

Foto: dpa, Montage: shz.de
 

Was den Umgang mit dem Twitter-Hashtag „Rio2016“ anging, zeigte sich Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) sperrig: Unternehmen wurde verboten, Olympia-Hashtags zu benutzen, wenn sie keine offiziellen Sponsoren sind. Ob ein Verbot der Nutzung bestimmter Hashtags rechtlich zulässig ist, ist unklar.

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erstellt am 19.Aug.2016 | 09:58 Uhr

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