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Lokaler Sport

10. Dezember 2016 | 13:49 Uhr

Wenig Zuschauer an der Lohmühle : VfB Lübeck fordert seine Fans mit Wette heraus

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Fußball-Regionalligist will mit einer Wette à la „Wetten, dass...?“ das Stadion im Heimspiel gegen Rehden füllen.

Lübeck | Der Fußball-Regionalligist VfB Lübeck bedient sich der längst eingestellten ZDF-Spielshow „Wetten, dass...?“ und fordert damit sein Publikum heraus. Wetten, dass keine 2000 Zuschauer zum Heimspiel des VfB Lübeck gegen den BSV Rehden am Sonnabend (14 Uhr) kommen? „Wir würden die Wette sehr gerne verlieren“, sagt VfB-Geschäftsführer Florian Möller, der natürlich auch ein Gegenangebot macht. „Wenn uns die Lübecker überraschen und wir die 2000er-Marke erreichen, gibt es für jede gekaufte Karte oder Dauerkarte einen Fünf-Euro-Gutschein zurück“, erklärt er. So kann sich der Zuschauer bei einem regulären Stehplatzpreis von sieben Euro schon fast die Karte für das nächste Spiel leisten. „Vielleicht gewinnt man so den einen oder anderen Zuschauer zurück“, hofft Möller.

Das Problem kennt fast jeder regionale Fußballverein. Wo bleiben bloß die Zuschauer? Als Tabellenzweiter stehen die Grün-Weißen so gut da wie lange nicht mehr. Doch wo selbst vor zwei Jahren bei deutlich schlechterem Tabellenstand noch rund 2000 Zuschauer die Lohmühle bevölkerten, kommen zurzeit nur noch die Treuesten. 1292 waren es zuletzt gegen Braunschweig II, im Schnitt kommen 1253 – 300 weniger als kalkuliert und weniger als in der verkorksten Vorsaison, als der VfB lange gegen den Abstieg spielte. „Da haben wir teilweise keinen attraktiven Fußball geboten“, weiß Möller. „Aber das ist längst wieder anders.“ Die jüngsten vier Heimspiele gewann der VfB überzeugend, siegte zuletzt auch im Topspiel beim ETSV Weiche Flensburg.

Mit dem kreativen Einfall versuchen die Lübecker zum letzten Heimspiel 2016 noch einmal etwas Neues. Das Motto „Wetten dass...?“ war „ein Geistesblitz“, wie Möller erklärt. „Vielleicht habe ich an die Saalwette damals gedacht.“ Ihm sei jedenfalls keine ähnliche Aktion bei anderen Vereinen bekannt. „Die ersten Reaktionen, vor allem in den sozialen Netzwerken, zeigen, dass wir breitere Wirkung erzielen“, sagt das VfB-Vorstandsmitglied. „Ob es am Ende aber für die 2000er-Marke reicht, hängt aber sicher auch an anderen Faktoren wie dem Wetter.“

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erstellt am 17.Nov.2016 | 18:32 Uhr

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