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SG nutzt Europacupspiel in Ungarn zum Experimentieren

11. Februar 2012 | Von jw

Flensburg. Freimütig gibt Ljubomir Vranjes zu, dass er nicht viel über den Gegner im Achtelfinale des Europacup der Pokalsieger weiß. "Ich habe mich nur auf uns konzentriert. Ich weiß aber auch, dass wir gewinnen werden, wenn wir unsere normale Leistung bringen", sagte der Trainer der SG Flensburg-Handewitt vor der Abreise nach Ungarn, wo morgen (18 Uhr) das Hinspiel beim FTC Pler Budapest steigt. Ganz entgegen sonstiger Gewohnheit setzt Vranjes diesmal nicht auf akribische Gegneranalyse. "Lieber ein bisschen Anspannung und Vorsicht auf Zehenspitzen, als alles zu wissen und ganz relaxed zu sein."

Es gab genug anderes zu tun nach der fünften Saisonniederlage in der Handball-Bundesliga. "In Lemgo haben die Absprachen in der Abwehr nicht gestimmt. Da wurde übermotiviert gespielt, statt aus der Grundposition zu arbeiten", meinte Vranjes, immer noch genervt über die entgangene Chance. "Hätten wir dort gut gestanden, hätten wir gewonnen." Deshalb wurde zwei Tage lang verschärft an der Deckung gefeilt. Notgedrungen wird Vranjes morgen schon mit Blick auf das Punktspiel am Mittwoch gegen Göppingen einige Neuheiten ausprobieren. Nachdem Jacob Heinl mit einem Handbruch ausfällt, sollen Lars Kaufmann und Petar Djordjic ins Abwehrzentrum rücken, auch Tamas Mocsai ist als Alternative vorgesehen. Denn momentan ist Tobias Karlsson der einzige halbwegs gelernte Kreisläufer, braucht aber wegen der Zusatzbelastung im Angriff Pausen in der Defensive. Ein weiterer Kandidat ist Nachwuchsmann Morten Dibbert, der mit nach Budapest gereist ist und "auch spielen wird", so Vranjes. Der Trainer denkt aber auch daran, es mit Lars Kaufmann am Kreis zu versuchen. "Das weiß der bloß noch gar nicht", merkte Vranjes lächelnd an.

Selbst Mocsai ist der FTC Pler, der sich erst im Juli 2011 aus den Vereinen Ferencvaros, Elektromos und Pler neu formiert hat, weitgehend unbekannt. "Wir dürfen diese Mannschaft aber nicht unterschätzen", rät der Linkshänder und weist daraufhin, dass der Club aus seiner Heimat über einige sehr erfahrene Akteure verfügt. Kapitän Csaba Bendo (38) wirbelte schon für Balingen auf Rechtsaußen. Spielmacher Peter Lendvay sammelte mit Pick Szeged und im Nationalteam internationale Erfahrung.


 


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