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Lokalsport

29. September 2016 | 06:59 Uhr

2. Segel-Bundesliga : Schlei-Segel-Club feiert Klassenerhalt

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Das Quartett des Schlei-Segel-Club Schleswig hat mit dem zehnten Rang in Kiel vorzeitig den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga perfekt gemacht. Die Schleswiger wollen nun in Ruhe für die neue Saison planen und auch Talente ins Team einbinden.

Groß war der Jubel am Wochenende, als der Schlei-Segel-Club (SSC) den Klassenerhalt in der 2. Segel-Bundesliga in Kiel endgültig perfekt gemacht hatte. „Es war unser Debütjahr und ein super Ergebnis für uns“, freute sich Suzanne Willim. „Unser Ziel war der Klassenerhalt.“ Den haben die Schleswiger geschafft, obwohl der keine J/70 hat, in denen die Wettfahrten gesegelt werden. Daher ist ein Training in heimischen Gefilden unmöglich. „Zur Vorbereitung haben wir uns einmal ein Trainingsboot geliehen. Das ist jedoch mit 300 Euro pro Tag ein teurer Spaß. Da haben einige Vereine bessere Bedingungen – zum Beispiel, wenn ein „Gönner“ ein Boot für den Verein kauft. Mit kompletter Ausstattung kostet eine J/70 rund 45  000 Euro“, machte Willim deutlich.

Vor den Wettfahrten an der Kiellinie stand der SSC auf einem gesicherten zwölften Platz – einer Relegation mit vier Vereinen aus der zweiten Liga sowie 56 weiteren Anwärtern wären sie somit aus dem Weg gegangen. Aufgrund des Liga-Modus können sich allerdings die Tabellenkonstellationen binnen weniger Wettfahrten komplett verändern. Da die Segel-Bundesliga im „Low-Point-Modus“ gefahren wird, sorgen bessere Rennplatzierungen für weniger Punkte, die am Ende in die Gesamtwertung mit einfließen. Meister ist am Ende der Verein, der nach den fünf Events in Starnberg, Konstanz, Travemünde, Berlin und Kiel die wenigsten Punkte auf dem Konto hat.

Vor 10  000 Zuschauern begann das letzte Segel-Event auf der Kieler Förde für die Schleswiger alles andere als gut. In der ersten Wettfahrt, die mit sechs Booten gefahren werden, belegte das Team mit Andreas Willim als Steuermann, Dr. Chris Hartkopf (Vordeck), Dr. Helge Homann (Gennaker) und Suzanne Wilhelm als Taktikerin, den vorletzten Platz fünf und erhielt fünf Punkte für die Gesamtwertung. „Wir haben nicht gut angefangen und mussten uns erst finden“, resümierte Willim.

Die erste Wettfahrt war für die Vierer-Besatzung wie ein Weckruf. Fortan steigerte sich die Crew. In den drei nachfolgenden Rennen belegte der Schlei-Segel-Club zwei Mal den vierten Platz und ein Mal den dritten. Für einen Paukenschlag sorgte der SSC in den nächsten vier Rennen, in denen Willim und Co. nicht nur eine Wettfahrt gewannen, sondern auch drei Mal Rang zwei belegten. Im weiteren Verlauf des Wochenendes sollten noch ein weiterer zweiter Platz und ein Wettfahrt-Sieg eingefahren werden.

Sogar ein einstelliger Tabellenplatz in der 2. Segel-Bundesliga wäre möglich gewesen, wenn die Vertretung vom Schlei-Segel-Club nicht in den beiden abschließenden Wettfahrten den letzten Platz belegt hätte. Am Ende lagen die Schleswiger an der Kiellinie auf Rang neun, so dass in der Bundesliga-Abschlusstabelle der zehnte Platz zu Buche steht. Der SSC kann also in Ruhe für die nächste Saison in der 2. Segel-Bundesliga planen – und wer weiß: Vielleicht überrascht das Quartett in der erneut und verbessert die Platzierung aus der aktuellen Saison.

Suzanne Willim will auch im nächsten Jahr wieder dabei sein. „Wir wollen nun alles in Ruhe und systematisch aufbauen, Sponsoren suchen und auf unserer Flagge unterbringen und auch Talente bei uns mit einbinden“, erklärt die erfahrene Seglerin.

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erstellt am 22.Sep.2016 | 06:00 Uhr

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