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Lokalsport

05. Dezember 2016 | 11:35 Uhr

Segeln : Die Schärenkreuzer kreuzen auf

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

22. Robbe & Berking Sterling Cup auf der Flensburger Förde mit den German Open der der 12mR-Yachten und dem World Cup der 22-qm-Schärenkreuzer.

Viele der schlanken Schärenkreuzer kamen auf dem Landweg aus Schweden, die schönen 12mR-Yachten sind gestern aus dem dänischen Dyvik bei einer Zubringer-Regatta auf der Flensburger Förde aufgekreuzt und die überschaubare Klasse der 5.5m-Boote lag startbereit im Hafen des Flensburger Segel-Clubs (FSC). Wenn Oliver Berking – Liebhaber klassischer Yachten und umtriebiger Gastgeber – zum Sterling Cup einlädt, sind die Flotten unterwegs. Von heute bis Sonntag werden in vier Klassen der World Cup der 22-qm-Schärenkreuzer, die German Open der Zwölfer (12mR) sowie die Rennen der 5.5m-Boote und eine offene Schärenkreuzer-Klasse ausgesegelt.

Für Berking war es gestern Abend während der kleinen Feier zum 80. Geburtstag des Zwölfers „Vanity V“ des Dänen Bjørn Westergaard die 22. Eröffnungsrede. Wie zur Premiere 1995 freute sich der „Manufaktur-Chef für Silber und Holz“, zahlreiche Gäste mit ihren schönen Schiffen an der Förde begrüßen zu können. „Das ist immer wieder eine Augenweide“, sagte Berking und kündigte gleichzeitig in punkto „Social Event“ rauschende Abende an. Dafür gab es Beifall, auch von der Crew-Abordnung der „Vim“ (12mR) von Patrick Howaldt, die im vergangenen Jahr beim Sterling Cup den EM-Titel der Zwölfer gewann.

Mit am Start sind auch „viele alte Bekannte“ der Szene wie die „Trivia“ des Kielers Wilfried Beeck, die „Anitra“ des Bootsbauers Joseph Martin aus Radolfszell und natürlich die Flensburger „Sphinx“ mit FSC-Chef Jochen Frank. Neu auf der Förde – und im Gegensatz zu den anderen alten Damen auf der Regattabahn noch jung – ist die 1987 gebaute „Kiwi Magic“, die unlängst in der R&B-Werft für den Sommer fit gemacht wurde. Der legendäre erste Kunststoff-Zwölfer „KZ    7“ ist das Herausforderungsboot der Neuseeländer, die unter dem jungen Chris Dickson im Finale des America’s Cup 1987 vor Freemantle (Australien) der „Stars & Stripes“ mit Dennis Conner (USA) unterlegen waren. Der 64-jährige Däne Johann Bach Petersen hatte die „Kiwi Magic“ für 300  000 Euro erworben. „Wenn man so segelbegeistert ist wie ich, ist es eine Ehre, eine solche Yacht segeln zu dürfen“, sagte Petersen.

Von Ehre kann auch Tim Kröger sprechen. Der Hamburger Segelprofi taucht nach seiner Teilnahme am „Nord Stream Race“ (Flensburg – St. Petersburg) wieder auf der Förde auf und steuert den 22-qm-Schärenkreuzer „Flamingo“ – die Werft-Yacht von Robbe & Berking. „Das war ein schönes Angebot“, kommentierte Kröger seinen Ausflug in die klassische Segelszene. Mit Stefan Matschuck (North Sails) und Roland Michael (Norddeutscher Regatta Verein) stellt sich Kröger der Konkurrenz der 18 Yachten aus vier Nationen um den Schweizer Klassenchef Adrian Schmidlin mit seiner „So long“.

„Das wird echt cool. Das sind schlanke Boote, allein die Segel-Geometrie ist ein wenig gewöhnungsbedürftig,“ sagte Kröger, machte aber auch klar: „Boot ist Boot, vorne spitz und hinten eckig. Wir gehen mit Ernst und Konzentration an die Sache und sehen den Rennen tiefenentspannt entgegen“.

Die erste Wettfahrt wird heute um 14.30 Uhr auf der Förde zwischen Schausende und den Ochseninseln gestartet. Vorhergesagt ist Wind um drei Beaufort aus westlichen Richtungen. Die Wettfahrten werden von der Regatta-Crew des FSC ausgerichtet.

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erstellt am 01.Sep.2016 | 07:01 Uhr

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