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Lokalsport

11. Dezember 2016 | 01:28 Uhr

Fussball-Oberliga : Zweigleisige Planungen

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

HR-Team-Manager Hermanowicz liebäugelt mit Rückkehr auf den Rasen / VfL empfängt den amtierenden Meister

Robert Hermanowicz plant derzeit zweigleisig. Damit ist nicht die nächstjährige Ligazugehörigkeit des kriselnden Fußball-Oberligisten SV Halstenbek-Rellingen (Tabellen-16.) gemeint, sondern vielmehr die persönliche Zukunft des 28-Jährigen. Nach einem Kreuzbandriss im Februar 2015 kämpfte sich der Abwehrspieler Anfang 2016 auf den Platz zurück und sollte dennoch nie wieder richtig Fuß im Team von Trainer Thomas Bliemeister fassen. Aus zwei Gründen: Zum einen machten dem 28-Jährigen immer wieder Verletzungsprobleme zu schaffen, zum anderen übernahm Hermanowicz im März die Position des Team-Managers. „Ich bin seitdem in einer Art Doppelfunktion tätig, habe mich aber vorrangig um die Geschehnisse rund ums Team gekümmert.“

Das könnte sich demnächst ändern, sollte Manager Hermanowicz in der Winterpause keinen Erfolg auf dem Transfermarkt haben. „Wir benötigen einen gestandenen Innenverteidiger, im Notfall werde ich zur Rückrunde die Schuhe schnüren und in erster Linie wieder Spieler sein“, gewährt Hermanowicz einen Einblick in seine Gedanken. Die Auswärtspartie am Sonntagnachmittag gegen Ligaprimus WTSV Concordia (15 Uhr, Kunstrasen) wird der Rechtsfuß wie gewohnt von der Seitenlinie aus verfolgen und versucht im Vorwege das Team noch einmal verbal wachzurütteln. „Wir stecken nicht ohne Grund da unten drin. Natürlich haben wir mit Verletzungssorgen zu kämpfen, jedoch müssen wir uns der Situation stellen. Ich bin überzeugt, dass wir da unten auch wieder rauskommen werden, es wird aber nicht von alleine passieren“, sagt der 28-Jährige.

Als Vorbild dürfte dabei Kreisnachbar SV Rugenbergen dienen. Vor drei Spieltagen lagen die Bönningstedter noch auf dem vorletzten Tabellenplatz, ehe sie sich dank drei Siegen in Serie von den Abstiegsplätzen distanzierten. Am Sonnabend im Duell gegen Aufsteiger Klub Kosova peilt Coach Ralf Palapies den nächsten Dreier an, allerdings könnte der Wintereinbruch den Hausherren einen Strich durch die Rechnung machen. „Der Platz war unter der Woche gesperrt, ein Ausfall wäre sehr ärgerlich. Wir haben gerade einen Lauf, spielen guten und vor allem erfolgreichen Fußball. Wir hoffen natürlich, dass die Partie stattfinden kann“, so der 46-Jährige.

In die gleiche Kerbe schlägt Thorben Reibe, Trainer des VfL Pinneberg. „Ich gehe stark davon aus, dass der Rasenplatz im Stadion I nicht bespielbar sein wird“, sagt Reibe, der mit einer Austragung auf dem naheliegenden Grandplatz rechnet.

So oder so, der VfL hat ein dickes Brett zu bohren. Mit der TuS Dassendorf gastiert der Serienmeister an der Fahltsweide. „Wir wollen uns nicht verstecken, wissen jedoch um die Schwere der Aufgabe und müssen alles in die Waagschale werfen“, fordert der 34-Jährige.

Nicht unbedingt leichter dürfte sich das Gastspiel des Wedeler TSV am Sonntag (14 Uhr) bei Altona 93 gestalten. „Eine Mammutaufgabe“, betont WTSV-Coach Daniel Domingo, sieht sein Team an der Adolf-Jäger-Kampfbahn aber nicht chancenlos: „Wir werden dem Gegner das Leben so lange wie möglich schwer machen. Vielleicht lässt sich der ein oder andere ja positiv von der Kulisse beeinflussen.“ Das 0:0 der Wedeler in Altona am Ende der Oberliga-Saison 2010/11 bedeutete damals noch den tränenreichen Abstieg. Sonntag allerdings würden sich Domingo und Co. mit einem Zähler durchaus zufriedengeben.

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erstellt am 11.Nov.2016 | 16:00 Uhr

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