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Lokalsport

04. Dezember 2016 | 19:26 Uhr

Fussball-Landesliga : Zum Zuschauen verurteilt

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Wie der 28-jährige Helge Kahnert mit seiner neuen Rolle als Co-Trainer umgeht.

Geholt hatten sie ihn eigentlich als Verstärkung für die Abteilung Attacke, doch dort fand sich Helge Kahnert seit seinem Wechsel vom Wedeler TSV zum FC Elmshorn im Februar dieses Jahres selten einmal wieder. Wie zuletzt Lars Lühmann setzte auch dessen Trainer-Vorgänger Dennis Gersdorf den 2,02-Meter-Mann mehr in der Innenverteidigung denn als Sturmspitze – nur ein Tor in zehn Spielen der Rückrunde 2015/16 – ein. Die Kopfballstärke des bulligen Riesen wurde gebraucht, um abzusichern.

Doch das ist vorerst vorbei. Eine hartnäckige Schambeinentzündung hat den 28-Jährigen außer Gefecht gesetzt. Auf gerade einmal fünf Einsätze hat er es in der laufenden Landesliga-Hinrunde gebracht. Zuletzt hielt er am 23. September beim 3:1-Erfolg über Union Tornesch 50 Minuten durch, ehe er vom Feld humpelte. Danach blieb ihm nur noch die Rolle des Zuschauers – bis er vergangene Woche eine neue einnahm: die des Co-Trainers. „Damit hätte ich vor wenigen Wochen auch noch nicht gerechnet. Es kommt halt manchmal anders, als man glaubt“, sagt Kahnert trocken, der sich peu à peu an die neue Aufgabe gewöhnt und sich dabei der Rückendeckung der FCE–Verantwortlichen sicher sein kann. Als Lühmann am vergangenen Spieltag im Urlaub weilte, schenkte man Kahnert das Vertrauen die Elf gegen Spitzenreiter Teutonia 05 (1:4) aufs Feld zu schicken.

Es dauerte nicht lange, ehe man neben Kahnerts körperlicher auch dessen verbale Präsenz an der Außenlinie wahrnahm. „Ich war bereits als Spieler jemand, der seinen Mund aufgemacht und das Team angetrieben hat und werde das nun als Co-Trainer fortsetzen“, gibt der 28-Jährige preis. Kahnert ist demnach ein anderer Trainertyp als Chefcoach Lühmann, der wiederum für seine ruhige Art bekannt ist. „Ich glaube, wir ergänzen uns da sehr gut. Ich freue mich auf jeden Fall auf die Zusammenarbeit“, sagt Kahnert.

Wie lange diese indes andauern wird, ist noch nicht abzusehen. Vieles hängt auch von Kahnerts gesundheitlicher Verfassung ab. „Meine Schambeinentzündung rührt von einer Hüftverletzung her. Ich werde voraussichtlich Ende des Jahres an der Hüfte operiert und muss abwarten, was der Arzt mir mit auf den Weg gibt“, so Kahnert, der seine fußballerische Laufbahn noch nicht ad acta legen möchte. „Ich hoffe natürlich, dass ich dem Team in Zukunft auch wieder als Spieler zur Verfügung stehe.“

Aktuell gilt der Fokus jedoch einzig und allein seiner neuen Rolle als Co-Trainer.

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erstellt am 29.Okt.2016 | 15:59 Uhr

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