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Lokalsport

10. Dezember 2016 | 23:31 Uhr

Oddset-Pokal : „Wir waren wie gelähmt“

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Wedeler TSV scheidet nach dürftiger Leistung gegen Eintracht Norderstedt aus

Eigentlich war alles angerichtet für eine Wedeler Pokalparty. Bestes Fußballwetter bei 20 Grad und wolkenlosem Himmel, dazu 470 Zuschauer, die gestern nicht nur für entsprechende Feiertagsstimmung, sondern aufgrund der langen Warteschlange, die sich vor den Eingangstoren des Elbestadions gebildet hatte, auch für eine rund zwölfminütige Anpfiffverzögerung sorgten. Darüber hinaus wollten die Wedeler Landesliga-Fußballer ihrem Mittelfeldmann Jan Eggers an dessen 25. Geburtstag natürlich mit einem Sieg gegen Eintracht Norderstedt und dem Einzug ins Finale des Oddset-Pokals das größte sportliche Geschenk machen.

Dafür jedoch hätte es eine den Rahmenbedingungen würdige Leistung der Wedeler auf dem Platz gebraucht. So aber zog der Favorit aus der Regionalliga nach einem 3:1 (2:0)-Erfolg „völlig verdient“ (WTSV-Trainer Heiko Barthel) ins Endspiel am 28. Mai ein. Gegner im Stadion Hoheluft ist dann Altona 93, das Buchholz 08 ebenfalls mit 3:1 bezwang. „Wir haben bei der Kulisse auf ein Spiel des Lebens gehofft, doch das ist uns leider nicht geglückt. Wir waren teilweise wie gelähmt,“ lautete Barthels ernüchternde Fazit nach Abpfiff. Erstmalig in Schockstarre verfiel der Gastgeber in der sechsten Minute, als Marco Schultz im Sechszehner mit Leichtigkeit an Abwehrmann Tim Jobmann vorbeizog und aus spitzem Winkel hoch ins lange Eck zur Gästeführung einschoss.

Ein Wirkungstreffer. Mit Ausnahme eines Freistoßes von Jan Eggers über das Tor (13.) sprang in Hälfte eins keine nennenswerte Wedeler Chance heraus. Als die körperlich deutlich überlegeneren Norderstedter in Person von Jeremy Karikari per Kopf nach einem Eckstoß auch noch das 0:2 markierten (20.), schien die Entscheidung bereits gefallen zu sein.

Dann jedoch schlug die Minute von Sonay Hayran, der dem bis dato verflachten Spiel mit einem wuchtigen Freistoß aus 25 Metern wieder Leben einhauchte (72.). Nur eine Minute später hatte Aytac Erman gar die Chance zum Ausgleich. Sein Kopfball verfehlte jedoch knapp das Tor.

Dafür spielte Jan-Philipp Rose kurze Zeit später per verwandeltem Elfmeter nach einem unnötigen Schubser von Tim Jobmann an Marco Schultz die Spaßbremse aus Wedeler Sicht.

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