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Lokalsport

04. Dezember 2016 | 09:23 Uhr

Baseball : Von einem A zum nächsten A

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Luis Meven verlässt Elmshorn Alligators in Richtung Bundesligisten Mainz Athletics / Split zum Abschied

Ein wenig war Dennis Scherfisee hin- und hergerissen in seinen Gefühlen: Ein Split – sprich: Niederlage (5:6) und Sieg (2:1) – im Double-Header gegen Regionalliga-Tabellenführer Hamburg Stealers II war ja nicht schlecht für die Baseballer der Elmshorn Alligators. Aber: „Wir hatten die Chance sie einzuholen. Jetzt können wir nicht mehr aus eigener Kraft Meister werden“, sagte der Spielertrainer der Echsen, „was zu Saisonbeginn auch gar nicht das angepeilte Ziel war.“

Die Allis bleiben damit auf Rang zwei des Klassements, haben aber in jedem Fall Luis Meven (Foto) einen positiven Abschied beschert. Der 16-Jährige bestritt in seiner ersten Spielzeit bei den Männern drei Wochen vor Saisonende seine – vorerst (?) – letzte Partie für den Elmshorner Klub. Der Grund: Er wechselt zu den Mainz Athletics, um in dem amerikanischen Nationalsport weiterzukommen und zugleich das Abitur zu schaffen. Meven besucht dort künftig die Rhein-Main Baseball-Academy, eines von drei reinen Baseball-Internaten in Deutschland. Und in Rheinland-Pfalz beginnt die Schule bereits wieder am Montag, 29. August.

Trainer beim nach eigenen Angaben deutschen Jugend-Rekordmeister ist übrigens der auch in Elmshorn nicht ganz unbekannte Don Freemann. Der US-Amerikaner war vor drei Jahren als sogenannter Envoy-Coach bei den Alligators gewesen.

In seinem letzten Spiel im weiß-grünen Elmshorner Dress spulte Meven eine fehlerfreie Leistung in der Verteidigung ab und schlug in der Offense bei drei Versuchen einen Hit – eine durchaus ordentliche Quote. Auf eine bessere kam beim 2:1-Erfolg kein Elmshorner. Das Spiel wurde wie zuvor beim 5:6 von den Pitchern beider Teams dominiert. Für die Alligators standen erst Frank Röpke und nach der Pause Patrick Bogumiel auf dem Hügel.

Aber auch die Gäste boten zwei starke Werfer auf. Um den Hamburgern, deren erste Mannschaft am gleichen Tag in der 1. Bundesliga ein Playoff-Spiel hatte, entgegen zu kommen, hatten die Alligators einem Spielbeginn um 10 Uhr zugestimmt. „Wir haben das Aufwärmprozedere verkürzt und unser Schlagtraining auf dem Platz durchgeführt“, sagte Scherfisee. Den Schlagkäfig überließen die Hausherren dafür den Dieben aus der Hansestadt. Trotzdem waren beide Mannschaften anschließend hellwach – bis zum abschließenden „Hut ab“ für die Fans. In dieser Hinsicht wird sich Luis Meven übrigens nur wenig umstellen müssen: Die Mainz Athletics tragen wie die Alligators ein großes „A“ auf ihrer Kappe.

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erstellt am 17.Aug.2016 | 16:00 Uhr

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