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Lokalsport

08. Dezember 2016 | 07:10 Uhr

American Football : Vom Seeräuber zum Löwen

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Jan Meininghaus wechselt von den Pirates zum Deutschen Meister Braunschweig Lions. Morgen ein Wiedersehen.

Für die meisten Spieler der Elmshorn Fighting Pirates ging es am Ende der vergangenen Saison eine Spielklasse runter – von der 2. Bundes- in die Regionalliga. Vier American Footballer des Teams, das im zweiten Jahr hintereinander Schlusslicht der German Football League 2 (Nord) war, ging es jedoch trotz des sportlichen Abstiegs ihrer Mannschaft eine Klasse rauf. Dennis Kenzler und Jan Meininghaus wagten den Sprung zum amtierenden Deutschen Meister Braunschweig Lions, Sascha Schlegel und Sebastian Meß schlossen sich den Hamburg Huskies an, die das zweite Jahr in der GFL spielen. Pikant: Sie stehen sich morgen, Sonnabend (17 Uhr, Hamburg, Hammer Park) gleich im ersten Saisonspiel gegenüber.

Eine Situation, die für alle ungewohnt ist. „Es wird für mich persönlich super interessant werden“, glaubt etwa Jan Meininghaus. Dabei muss der 28 Jahre alte Linebacker sich das Ganze wohl – mindestens in der Anfangsphase – von Außen aus anschauen. Als Neuzugang weiß der Tornescher zwei Nationalspieler und einen US-Amerikaner vor sich. Nach Jahren, in denen er bei den Pirates für die Startformation gesetzt war, ist dies eine ungewohnte Situation, mit der er aber umzugehen wisse. „Auch in Elmshorn musste ich mir das immer erarbeiten“, sagte der 1,85 Meter große und 100 Kilogramm schwere gelernte Bürokaufmann.

Er habe sich, so erzählt Meininghaus, nach dem feststehenden Abstieg der Pirates dazu entschlossen, neue Wege zu gehen. „Ich wollte ungern unter Bundesliga-Niveau spielen“, sagte er. In seine Pläne, im Oktober ein Try-out (Probetraining) bei den Braunschweiger Löwen zu besuchen, hatte er nur wenige Elmshorner eingeweiht. Darunter war Dennis Kenzler, der sich kurzentschlossen anschloss. Dem Offense-Line-Spieler (1,99 Meter/119 Kilogramm) hätte er es auch eher zugetraut, den Sprung in die GFL zu schaffen. Als er den Brief von Headcoach Troy Tomlin mit dem Wunsch nach der Verpflichtung in der Hand hielt, sei er „super baff“ gewesen. „Das musste ich erst mal realisieren“, so Meininghaus.

Inzwischen ist der 28-Jährige in Braunschweig angekommen und derzeit auf Wohnungssuche. „Das ganze Umfeld ist einfach professioneller“, so Meininghaus. Das beginne bei der persönlichen Ausstattung mit Kleidung, die Dank Namenssponsor New Yorker 14 Teile umfasst, bis hin zur Vorbereitung. Fassen in Elmshorn die Spieler bei Auf- und Abbau des Feldes für Training und Punktspiele mit an, so werden sie in Braunschweig davon komplett freigehalten. Aber das ist eben der Unterschied zwischen 1. Bundes- und Regionalliga.

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erstellt am 29.Apr.2016 | 15:52 Uhr

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