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Lokalsport

04. Dezember 2016 | 05:01 Uhr

Schwimmen : Sprints bei Campingfeeling

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Erfolgreiche Landesmeisterschaften im Elmshorner Freibad / Staffeln in Topform

Ein Wettkampf in Elmshorn ohne die stickige Luft der Traglufthalle – für die 400 Teilnehmer an den Schwimm-Landesmeisterschaften Sprintmehrkampf und Staffeln war dies eine neue Erfahrung. Ihren ganz speziellen Heimvorteil hatten die Starter des Swim-Teams Stadtwerke Elmshorn dennoch. Schließlich ist es Alltag, dass beim Training in schöner Regelmäßigkeit eine Entenfamilie die Bahn im 50-Meter-Becken kreuzt. Alle anderen guckten ein wenig verdutzt, doch nach einer kurzen Pause, in welcher das Federvieh auch unfallfrei den Weg aus dem Becken heraus fand, konnte es weitergehen.

Das Programm war eng gestrickt: Je 22 Läufe bei den Jungs, 27 sogar bei den Mädchen – und das in allen vier Lagen über 50 Meter waren zu absolvieren. Doch es war ein angenehmer Stress. „Es hat wirklich alles gut geklappt“, sagte Gunnar Boyens, Vorsitzender des ausrichtenden Schwimmzentrums Elmshorn erleichtert.

„Das Experiment Freibad war richtig toll und von den Elmshornern super vorbereitet“, lobte auch Erich Reschke. Er habe nur positive Rückmeldungen bekommen, sagte der Schwimmwart des Schleswig-Holsteinischen Schwimmverbandes (SHSV) und ergänzte: „Man hat gesehen, dass es Spaß gemacht hat.“

Fast hätte ein unbeteiligter Beobachter den Eindruck eines Campingausflugs haben können. Zwischen Wettkampf- und Spaßbecken hatten sich die Vereine mit Zelten, Pavillons und Strandmuscheln häuslich eingerichtet. Nur dass die jungen Sportler trotz Sonnenscheins fast alle mit Mütze und im langen Trainingsanzug, teilweise sogar im Wärmemantel, herum liefen, deutete auf den Wettkampf hin.

Dieser war die letzte offizielle Meisterschaft vor der Sommerpause. Es ging nicht mehr um Qualifikationszeiten für höhere Wettkämpfe. „Unsere Kleinen sind aber fast alle schneller als bisher geschwommen. Von daher war es auch sportlich gut“, sagte Boyens, der ausdrücklich die STE-Trainerinnen Christa Harms und Anne Borinski lobte, welche in Abwesenheit von Cheftrainer Jörg Freyher die Elmshorner Equipe betreuten.

Dabei gilt Elmshorn eher als Langstreckenhochburg. In Thea Brandauer stellte das STE die Gesamtzweite des Sprintmehrkampfs in der offenen Klasse. In der Umrechnung der geschwommenen Zeiten fehlte der Schmetterlingsspezialistin ein Punkt auf die Siegerin Laura Frederike Selle (SG Stormarn Barsbüttel). Im Jahrgang 2006 feierten die STE-Starterinnen Nele Prätorius und Seike Schlump einen Elmshorner Doppelsieg. Bei den Jungs führte im gleichen Jahrgang Kjell Boyens die Wertung an. „Obwohl er bei Rücken einen kleinen Fehler gemacht hat“, merkte STE-Trainerin Anne Borinski an, die zudem die Erfolge in den Staffeln hervorhob: „Sehr gefreut hat mich, dass die Jugendwertung von uns in fast allen Staffeln gewonnen wurde.“

Vielleicht haben die Elmshorner auch kommendes Jahr einen Heimvorteil. Da dann die Sommerferien wieder spät beginnen, kann sich Erich Reschke gut vorstellen, die Sprintmehrkampf- und Staffelmeisterschaften erneut in einem Freibad auszutragen. „Dass Elmshorn da gute Chancen hat, ist auch klar“, sagte er ohne der offiziellen Ausschreibung zu sehr vorgreifen zu wollen.

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erstellt am 12.Jul.2016 | 16:00 Uhr

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