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Lokalsport

07. Dezember 2016 | 11:34 Uhr

Fussball-Oberliga : Scherben in der Kabine

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

VfL Pinneberg unterliegt FC Türkiye 1:3. Gäste-Spieler durchschlägt Glastür.

Beim VfL Pinneberg mussten sie gestern Scherben auffegen: Im übertragenen Sinne, weil die Oberliga-Fußballer aus der Kreisstadt trotz 45-minüter Überzahl gegen den Tabellendritten FC Türkiye 1:3 (0:1) unterlagen. In der Realität, weil Gäste-Spieler Serhat Yapici im Kabinentrakt eine Scheibe zertrümmerte und sich dabei selbst an der Hand verletzte. Es war der unrühmliche Höhepunkt einer hitzigen Halbzeitpause.

Der Reihe nach: Der VfL begann ordentlich, wenn auch abwartend. Der auf der rechten Seite fleißige Alexander Borck sorgte nach einer Viertelstunde erstmals für so etwas wie Torgefahr. Geklingelt hat es aber in der 19. Minute im Pinneberger Kasten. Daniel Diaz wurde im eigenen Strafraum angeschossen. Schiedsrichter Alexander Teuscher (SC Eilbek) fand dies elfmeterwürdig; Sascha de la Cuesta verwandelte sicher. „Wenn wir einen Fehler machen, wird das sofort bestraft, aber wir bestrafen die Fehler der anderen nicht“, haderte VfL-Trainer Thorben Reibe über seine im folgenden lange Zeit teilnahmslos wirkende Elf.

Dafür war vom FC Türkiye Sehat Yapici ganz heiß, schimpfte schon während der ersten Halbzeit mit seinen Mitspielern. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff gefoult, beschwerte er sich vor dem Gang in die Kabine noch lautstark bei Schiedsrichter Teuscher, sah Gelb, meckerte weiter und sah Gelb-Rot. Beruhigend wirkte dies nicht: Im Kabinentrakt angekommen zerschlug er mit der Hand das Sicherheitsglas einer Tür und zog sich eine stark blutende Schnittwunde zu. Ein Rettungswagen brachte ihn ins Krankenhaus und für den VfL schaltete Fußball-Vorstand Florian Holstein die Polizei wegen Sachbeschädigung ein. „Das mussten wir, weil nicht wir Eigentümer sind, sondern die Stadt“, sagte er, auch wenn Türkiye-Offizielle anboten, für den Schaden aufkommen zu wollen. Ein weiterer Vertreter des Gastvereins legte sich derweil verbal mit einigen Zuschauern an.

Als wieder Fußball gespielt wurde, konnte der VfL mit den sich bietenden Freiräumen zu wenig anfangen. Dafür leisteten Jan-Phlipp Zimmermann und Daniel Diaz Tolga Tüter auf dem Weg zum 0:2 nur Begleitschutz (56.). Der Anschlusstreffer des eingewechselten Flemming Lüneburg (62.) setzte zwar Energie frei, aber keine Präzision. Die hatten nur die Wilhelmsburger beim 1:3 in der 84. Minute durch Medini Kaya. „Da ist ein roter Faden erkennbar“, sagte Reibe zur sportlichen Situation.

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