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Lokalsport

23. März 2017 | 07:15 Uhr

Freiwasserschwimmen : Premiere im Weltcup

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Lea Boy krault über zehn Kilometer im Feld der WM-Kandidaten mit

Zum Abschluss gab es ein Essen in einem der teuersten Hotels von Dubai, dem „Emirates Palace“. „Beeindruckend“, fand Lea Boy die Atmosphäre in der Unterkunft, wo eine Übernachtung 600 US-Dollar und mehr kostet.

Beeindruckend war es auch im Wasser, denn der viertägige Kurztrip der 17-Jährigen vom Swim-Team Stadtwerke Elmshorn in die Vereinigten Arabischen Emirate galt in erster Linie selbstredend nicht kulinarischen Genüssen oder touristischen Attraktionen. Die Schülerin bestritt dort ihren ersten Freiwasser-Weltcup, den sie über zehn Kilometer auf Rang 31 beendete. Beste Deutsche in dem 54er-Feld war die ehemalige Elmshornerin Finnia Wunram als Vierte. Die seit einigen Jahren für den SC Magdeburg schwimmende 21-Jährige hat ebenso wie Rob Muffels (Platz fünf bei den Männern) gute Chancen auf die Nominierung für die Weltmeisterschaft. „Bei den Großen ist es schon etwas anderes. Die wissen genau, wie sie zu schwimmen haben“, sagte Lea Boy, die bislang im Freiwasser ausschließlich gegen Altersgenossen des Juniorenbereichs angetreten war und im vergangenen Jahr Junioren-Weltmeisterin mit der 4-x-1,25-Kilometer-Staffel wurde.

In dem hochklassigen Feld hatte Boy viereinhalb der sechs Runden à 1,66 Kilometer im Hauptfeld gut mitgehalten. Am Ende der vierten Runde hatte sie aber am Verpflegungsponton das Getränk nicht zu sich nehmen können. „Deshalb war es danach etwas gequält“, sagte sie. Mit Platz 31 in 1:56:00,2 Stunden, 3:24,9 Minuten hinter der Siegerin Autielie Muller (Frankreich) war sie zufrieden. „Das ist schon o.  k., aber ich bin sicher: Da geht noch was“, sagte sie.

Medizinisch gesehen war es schon ein kleines Wunder, dass sie überhaupt in Abu Dhabi starten konnte. „Das war bis vor zwei Wochen gar nicht sicher“, sagte STE-Trainer Jörg Freyher. Boy hatte über lang anhaltende Schulterprobleme geklagt. Einen großen Dank richtete Freyher daher an das Physiotherapie-Team und DSV-Arzt Dr. Beck aus Würzburg. Während des Rennens hatte die Schulter keine Probleme mehr gemacht.

Wettkämpfe im Freiwasser werden in dieser Saison den Schwerpunkt bilden. Dann will sie auch wieder bei den Großen mitmischen, vielleicht auch beim Weltcup in Setubal (Portugal) am 24. Juni. Dort geht es für Finnia Wunram und Rob Muffels im zweiten DSV-internen Qualifikationsrennen dann endgültig um die je zwei zu vergebenen Tickets bei den Frauen und Männern für die WM, die dieses Jahr im ungarischen Balatonfüred ausgetragen werden.

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erstellt am 16.Mär.2017 | 16:00 Uhr

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