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Lokalsport

10. Dezember 2016 | 02:12 Uhr

Racketlon : Mit vier Schlägern zum Sieg

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Thorsten Lentfer und Julius Benthin treten in vier verschiedenen Rückschlagspielen bei der WM in Kopenhagen an

Aller guten Dinge sind vier, zumindest beim Racketlon. Bei diesem Wettkampf treten die Spieler in vier verschiedenen Rückschlagsportarten gegeneinander an. Gespielt wird in der Reihenfolge, die den Schlägergrößen entspricht. Das heißt: zuerst Tischtennis, dann Badminton, gefolgt von Squash und am Ende Tennis. Zu den Besten in Deutschland zählen Thorsten Lentfer und Julius Benthin, die unter anderem für den TuS Holstein Quickborn an der Platte stehen. Morgen starten sie für die deutsche Nationalmannschaft bei den Weltmeisterschaften im Racketlon in Kopenhagen.

„Ein Freund hat mir vor acht Jahren von Racketlon erzählt und meinte, dass das doch etwas für mich sei. Ich habe es ausprobiert und bin dabei geblieben“, sagt Lentfer. Das Besondere an der Spielweise ist, dass die Racketlon-Spieler vier Sätze in jeweils einer der Sportarten gegeneinander bestreiten müssen. „Jeder Punkt zählt. Am Ende ist derjenige der Sieger, der insgesamt mehr Punkte geholt hat, egal ob er vielleicht mehr Sätze gewonnen hat“, so Lentfer.

Das bedeutet, dass sich die Spieler in keiner Sportart eine Blöße geben dürfen. „Bis ich dreizehn Jahre alt war, habe ich Tennis gespielt, danach habe ich mit Tischtennis angefangen. Nach den ersten Wettkämpfen habe ich dann in Elmshorn Squash trainiert und auch mal kurz im Verein Badminton gespielt“, so Lentfer, der seine Stärke ganz klar beim Tischtennis sieht. Mittlerweile ist Squash durch intensives Training zu seiner zweitstärksten Disziplin geworden. „Tennis klappt immer noch ganz gut, beim Badminton fehlt es noch so ein bisschen.“ Zwei- bis dreimal pro Woche ist Lentfer in Quickborn in der Halle. Als Tischtennistrainer und als Spieler ist er für den TuS Holstein aktiv. Den Reiz beim Racketlon mache für ihn ganz klar die Vielseitigkeit aus.

„Sich immer wieder auch in Sportarten zu verbessern, die man erst spät gelernt hat. Das macht schon Spaß, wenn man die Fortschritte sieht“, sagt Lentfer, der am liebsten gegen Spieler spielt, die entweder auch ihre Stärke im Tischtennis haben oder aus dem Badminton kommen. In Kopenhagen treten Lentfer und Benthin bei der Team- und Double-Weltmeisterschaft an. „Donnerstag und Freitag wird der Teamwettbewerb gespielt. Eine Mannschaft besteht dann aus vier Herren und einer Dame, die nur Einzel spielt. Die Herren werden aufgeteilt in zwei Einzel und ein Doppel.“ Jeder Teilnehmer spielt seine vier Sätze in den verschiedenen Disziplinen. Am Ende zählt das Teamergebnis.

Im Doppel spielt Lentfer mit Christian Wiesner, der seine Stärken im Tennis einbringt. Julius Benthin geht mit Jörg Kanonenberg an den Start. Außer beim Squash treten die Spieler als Doppel gegeneinander an. „Im Court ist das ein bisschen schwierig, das kann schon eng werden. Daher spielt erst der eine, bis eine Mannschaft mit elf Punkten führt und dann der andere. Normalerweise schickt man den stärkeren Spieler als zweites auf den Platz, um einen möglichen Rückstand dann noch aufzuholen.“ Gespielt wird jeder Satz im Doppelwettbewerb bis 21. Das gilt auch beim Tennis, wo die Zählweise sonst eine andere ist.

Die Chancen, mit der Mannschaft eine Medaille zu holen, stehen gut. „Es gibt zwei, drei Mannschaften, die stärker sind als wir, aber wenn wir ein bisschen Losglück haben, ist vielleicht eine Medaille drin. Dänemark ist Titelanwärter, die sind wirklich stark. Gegen die Schweden wird es schwer und auch gegen Österreich, das diesmal allerdings etwas geschwächt antritt“, sagt Lentfer.

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erstellt am 27.Jul.2016 | 16:00 Uhr

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