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Lokalsport

07. Dezember 2016 | 17:31 Uhr

American Football : Krönender Abschluss

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Junior Pirates steigen nach 42:6-Erfolg gegen Osnabrück in die Jugend-Regionalliga auf.

Dennis Wetzke gerät ins Schmunzeln. „Wieder ist ein Jahr vorbei, wieder rücken meine Jungs ins Herren-Team hoch und kämpfen mit mir um die Einsatzzeit“, sagt der Headcoach der Elmshorn Junior Pirates.

Mit „seinen Jungs“ meint Wetzke die Elmshorner Christopher Jensen (Runningback), Lasse Piepenhagen (Wide Receiver) und Justin Hands (Cornerback) sowie den Heidgrabener Erik Koopmann (Liner). Alle vier hiesigen Nachwuchsfootballer wagen zur neuen Saison den Schritt ins Herren-Team und gehen somit in Zukunft mit ihrem bisherigen Cheftrainer Wetzke, der als Runningback für die Gelbhelme aktiv ist, in der Regionalliga auf Touchdown-Jagd.

Am vergangenen Wochenende war der Fokus von Jensen und Co. allerdings voll und ganz auf ihre letzte Partie für das A-Jugend Team der Fighting Pirates gerichtet. Nach einer souveränen Saison in der Jugend-Oberliga Schleswig-Holstein und dem anschließenden 39:0-Halbfinalerfolg gegen die Hamburg Ravens (Meister der Hamburger Jugend-Oberliga), stand nun das Regionalliga-Aufstiegsduell gegen die Osnabrück Junior Tigers auf dem Programm.

Wer unter den 250 Zuschauern im Krückaustadion mit einem Duell auf Augenhöhe gerechnet hatte, wurde schnell eines Besseren belehrt. Mit 42:6 zeigte die Wetzke-Crew den Niedersachsen deutlich die Grenzen auf. Zwei Läufe von Runningback Christopher Jensen im ersten Viertel sorgten für die 14:0-Führung der Gelbhelme. Aber nicht nur offensiv, sondern auch in der Verteidigung waren die Hausherren von Beginn an hellwach und ließen so gut wie keinen Raumgewinn der Osnabrücker zu. Zwei Touchdown-Pässe von Quarterback Jannis Ahrens auf Julian Völling sowie Lasse Piepenhagen stellten die komfortable Halbzeitführung von 28:3 her. „Wir haben Osnabrück im Vorwege via Videomaterial genau unter die Lupe genommen. Die Vorbereitung hat sich bezahlt gemacht“, freute sich Wetzke, dessen Nachwuchs-Freibeuter auch nach dem Seitenwechsel auf Kurs blieben.

Quarterback Jannik Ahrens führte die Junior Pirates zum Regionalliga-Aufstieg.

Quarterback Jannik Ahrens führte die Junior Pirates zum Regionalliga-Aufstieg.

Foto: Kloeters
 

Zunächst war erneut Wide Receiver Julian Völling nach Pass von Ahrens zur Stelle, ehe Christopher Jensen mit seiner letzten Aktion im Trikot des A-Jugendteams den Schlusspunkt zum 42:6 setzte. „Defense Coordinator Sören Becker hat das Team sehr gut auf den Gegner eingestellt. Im Angriff gilt ein besonderes Lob der Offense Line, welche die nötigen Löcher für den Lauf blockte und dem Quarterback genügend Zeit gab, seine Pässe anzubringen. Insgesamt war das eine geschlossene Teamleistung. Die Jungs können stolz auf sich sein“, fand Wetzke lobende Worte.

Welche Lücke indes Jensen und Co. hinterlassen werden, ist selbst für Wetzke aktuell nur abzuschätzen. „Sie werden uns sicherlich fehlen, es ist jedoch nicht das erste Mal, dass uns Akteure in Richtung Herren-Team verlassen“, so der 38-Jährige, der sich mit Blick auf die kommende Regionalliga-Spielzeit kämpferisch gibt. „Ich kenne die Mannschaften, weiß um die Leistungsdichte. Ich strebe einen Platz im Mittelfeld an“, so Wetzke, der seit 2010 dem Trainerteam der Junior Pirates angehört und 2013 das Amt des Headcoaches übernahm.

Obwohl in den kommenden vier Wochen die sogenannte Offseason ansteht, ist an eine Football-Pause für Wetzke nicht zu denken. „Es gilt noch eine Meisterfeier zu organisieren und natürlich das Team für die kommende Saison zusammenzustellen“, so der 38-Jährige, der sich seinerseits bereits mitten in der Vorbereitung auf die Regionalliga-Spielzeit der Herren befindet. „Zwar beginnt das offizielle Warm-Up erst mit dem Probetraining am 12. November, zu dem wir alle footballbegeisterten Jugendliche in die Olympia-Halle einladen, jedoch werden bereits jetzt die wichtigen Grundlagen für eine erfolgreiche Saison gelegt“, so Wetzke, der eben jene Herangehensweise seinen ehemaligen Spielern und zukünftigen Teamkollegen mit auf den Weg gegeben hat. „Technisch haben die Jungs alles drauf. Nun gilt es körperlich zuzulegen, denn dort ist der Unterschied zwischen Jugend- und Herren-Teams am markantesten.“

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erstellt am 20.Okt.2016 | 16:00 Uhr

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