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Lokalsport

08. Dezember 2016 | 19:22 Uhr

Fussball-Landesliga : Klassenerhalt trotz Pleite

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

1:2-Niederlage gegen Blau-Weiß 96 bleibt für FC Elmshorn ohne Folgen

„Danke, Gerse“, hallte es am Freitagabend über den Fußballplatz an der Elmshorner Wilhelmstraße. Im Namen des gesamten FC Elmshorn hatte Stadionsprecher Maik Freter jenen Gruß samt vorangegangener Dankesrede in Richtung des scheidenden Landesliga-Cheftrainers Dennis Gersdorf entsendet. Die Botschaft kam an. Der 36-Jährige freute sich sichtlich über die warmen Worte, bekam zudem von Vereinspräsident Michael Homburg noch ein Trikot mit seiner Rückennummer 4 überreicht.

Auch beide Teams, sowohl die Elmshorner als auch die Schenefelder von Blau-Weiß 96, versammelten sich vor Anpfiff am Mittelkreis und spendeten Applaus für den Noch-Coach, der an jenem Tag nach knapp sechs Jahren als Spieler und Trainer beim FCE seinen vorerst letzten Heimauftritt in verantwortlicher Position hatte.

Nur allzu gern hätte sich „Gerse“ mit einem Sieg verabschiedet. Daraus wurde jedoch bekanntlich nichts. Die Schenefelder gewannen ihrerseits mit 2:1 (wir berichteten) und verabschiedeten sich damit – das ist seit den jüngsten Ergebnissen der Konkurrenz klar – aus dem Kreis der Abstiegskandidaten. Selbiges gilt auch für den FC Elmshorn, der trotz der Niederlage gerettet ist. Angesichts dieser Tatsache dürfte auch Dennis Gersdorf schnell über jenen Makel zum Ende seiner Elmshorner Zeit hinwegsehen können.

Zudem werden alle Beteiligten froh darüber sein, dass eine strittige Schiedsrichterentscheidung kurz vor Schluss, die dem FCE womöglich das Unentschieden und somit einen wichtigen Zähler kostete, keine weiteren Nachbeben auslöst. Während eines letzten Elmshorner Angriffs in der 90. Minute wurde FCE-Akteur Eugen Shvaychenko im Schenefelder Strafraum foulwürdig zu Fall gebracht. Der Elfmeterpfiff blieb jedoch aus. Die Folge: Wütende Proteste seitens der Elmshorner, insbesondere Shvaychenkos, der hierfür die Gelbe Karte sah. „Ein klares Foul, er hat das Knie reingestellt“, beteuerte der Stürmer nach Spielende. Auch Präsident Homburg schlug in die selbe Kerbe: „Klarer Elfer.“ Schenefelds Coach Selcuk Turan indes vermochte sich kein abschließendes Urteil zu bilden: „Wenn es so war, dann tut es mir leid. Wir hatten auch schon einige knifflige Entscheidungen gegen uns in dieser Saison.“

Keinerlei Zweifel gab es hingegen an der Roten Karte für Helge Kahnert wegen eines Ellbogenschlags gegen Mihail-Florin Cojoc (87.). Ganz gewiss ein emotionaler Abend an der Wilhelmstraße. In vielerlei Hinsicht.

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