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Lokalsport

05. Dezember 2016 | 05:33 Uhr

Volleyball : Florian Krages Party zur Rückkehr

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Ehemaliger Pinneberger gewinnt mit Bundesligist SVG Lüneburg das Pokalspiel in der Jahnhalle 3:0

„Nein“, lacht Florian Krage auf die Frage, ob er damit gerechnet hätte, so schnell wieder in der dunklen Pinneberger Jahnhalle zu spielen, „eigentlich nicht. Obwohl ich gehört hatte, dass es theoretisch sein könnte.“ Aus der Theorie ist bekanntlich Praxis geworden. Der 19-Jährige kam mit dem Volleyball-Bundesligisten SVG Lüneburg am Mittwochabend in seine alte Wirkungsstätte zurück – und erteilte dem Gastgeber VfL in der ersten Hauptrunde des deutschen Volleyball-Pokals mit 3:0 (25:18, 25:14, 25:16) eine Lehrstunde.

Als solche haben die zwei Klassen tiefer in der 3. Liga schmetternden Gastgeber die – erwartete – Niederlage aber keineswegs eingestuft. „Es hat Spaß gemacht“, sagte VfL-Trainer Daniel Prade, der allen Spielern seines Kaders Einsatzzeit gab. Das galt für die drei Sätze mit einer Nettospielzeit von 67 Minuten, mehr aber noch für das Umfeld. Zusätzlich zu den Plätzen auf der Tribüne hatten die Gastgeber je drei Stuhlreihen an beiden Stirnseiten des Spielfeldes geschaffen. Maurice Camplair und André Kulisch hauten Musik in ohrenbetäubender Lautstärke raus. Immer wieder „Disco, Disco“ – Gassenhauer der Hausherrren –, und auch die 80er-Jahre-Variante „D.I.S.C.O.“ von Ottawan waren gefühlt jedes zweite Stück, das aus den Boxen dröhnte. Zur Begrüßung hatte Camplair aber auf die Schnelle auch Lüneburgs Hymne „Die schönste Stadt der Welt“ aus dem Internet heruntergeladen.

Ausgelassene Stimmung also an der Richard-Köhn-Straße, die sich noch etwas steigerte, als die Pinneberger den ersten Punkt zum 1:0 holten. Danach aber dominierte der Gast aus der Salzstadt – mal humorlos, mal ebenfalls ausgelassen jubelnd, wenn eine ausgefallene Kombination funktionierte. Krage bekam von SVG-Coach Stefan Hübner in den beiden ersten Sätzen das Vertrauen als Mittelblocker. Beim Bundesligaauftakt vor einer Woche hatte der 2,03-Meter-Schlacks noch zugeschaut. „Florian hat im Training gut gearbeitet. Er hat sich seinen Einsatz heute verdient“, sagte der 245-malige frühere Nationalspieler, der die SVG in den vergangenen beiden Jahren auf Platz drei in Deutschland geführt hatte. Kleines Bonbon des Trainers: Er wählte Krage zum wertvollsten Spieler seiner Mannschaft (MVP).

Auch Krages früherem Trainer war die Entwicklung nicht verborgen geblieben. „Er hat spielerisch und athletisch viele Fortschritte gemacht“, sagte Daniel Prade. „Es war schön, ihn wieder zu sehen.“ Der so Gelobte gab die Komplimente nur zu gern zurück. „Das war eine super Sache für die Jungs“, sagte er und befand über die Leistung seines neuen Teams: „Wir haben super angefangen, dann aber etwas nachgelassen. Man findet immer etwas, an dem man arbeiten kann.“ Entsprechende Hinweise hatten ihm Hübner und der Sportliche Leiter Bernd Schlesinger schon während der Partie gegeben. Die ersten Wochen und Monate in Lüneburg seien toll gewesen. Das liegt auch am privaten Glück: Er ist gerade mit seiner Freundin zusammengezogen.

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erstellt am 28.Okt.2016 | 16:00 Uhr

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