zur Navigation springen

Lokalsport

10. Dezember 2016 | 13:49 Uhr

Badminton : Federbälle stiften Freundschaften

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Internationale Begegnungen beim 25. Flora Cup in Elmshorn / Jubiläumsturnier in sechs Sporthallen

Beim ersten Mal im Jahr 1992 waren es knapp 250 Teilnehmer, im Jahr darauf bereits 450 und anschließend immer mindestens 550 Mädchen und Jungen. Der Flora-Cup hat sich innerhalb kürzester Zeit zum größten Badmintonturnier für Jugendliche in Deutschland entwickelt. Zum 25. Event waren es am Wochenende 620 Mädchen und Jungen, die in sechs Elmshorner Sporthallen dem Federball nachjagten. „Selbst wenn wir mal etwas weniger Werbung machen, kommen die Leute trotzdem“, sagte Jesper Clausen (43), der seit der Premiere die Organisationsleitung innehat. Viel läuft über Mund-zu-Mund-Propaganda – wie bei Nienke Nagtegaal und Jenny Rajkumar.

Das erste Mal waren sie vor gut einem halben Jahr als Doppelpartner zufällig zusammengekommen; das Los hatte dies so bestimmt: Nagtegaal vom EMTV und Rajkumar vom Sotra Badminton Club (SBC) aus Norwegen. Das war im Oktober vergangenen Jahres bei einem Badmintonturnier im dänischen Middelfahrt, das beide Vereine besucht hatten. Dieses Wochenende spielten die beiden Mädchen in der Altersklasse U  15 wieder zusammen – beim Flora-Cup in Elmshorn, und das ganz bewusst. „Wir haben uns gut verstanden und deshalb habe ich sie gefragt, ob wir nicht wieder zusammenspielen wollen“, erzählte Nienke Naagtegal. Lange zu überlegen brauchte Jenny Rajkumar da nicht. „Wir hatten wirklich gut gespielt.“

Die Dimensionen des Flora-Cups sind aber schon andere als vor einem halben Jahr in Dänemark. „Das ist ein sehr großes Turnier. Ich war schon ein wenig aufgeregt“, sagte Jenny Rajkumar. Bis zum gemeinsamen Doppelauftritt am Sonntag hatte sich die norwegische Schülerin aber an die Gegebenheiten gut gewöhnt. Die beiden Freundinnen belegten im gemeinsamen U15-A-Doppel Rang zwei. Im Einzel ihrer Alters- und Leistungsklasse war die Norwegerin Dritte geworden.

Die über den Sport entstandene Freundschaft zwischen den beiden Mädchen aus Kölln-Reisiek und Bergen in Norwegen ist eine Geschichte, wie sie Matthias Bull gern erzählt. „Badminton ist ein sehr verbindender Sport“, sagt der EMTV-Spartenleiter während er in der Sporthalle der Waldorfschule zusammen mit Wolfgang Rejzek die Paarungen in drei Mixed-Konkurrenzen nacheinander auf die sechs Felder verteilt, Ergebnisse in den Computer eintippt und die Vorrundentabellen ausrechnet. Das System ist lange erprobt und funktionierte auch dieses Wochenende bei 620 Teilnehmern einwandfrei. „Man gewöhnt sich an diese Größenordnung“, sagte Jesper Clausen, der auch einen Grund dafür weiß, dass der Flora-Cup auch im 25. Jahr so beliebt ist: Die jungen Cracks spielen in entsprechenden Leistungsgruppen gegen Ihresgleichen. „Wir legen Wert auf den Breitensport, sind aber auch für die polnische U15-Nationalmannschaft interessant“, sagte er nicht ohne Stolz.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 03.Mai.2016 | 15:50 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen