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Fussball-Oberliga : Ein neuer Lebensabschnitt

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

SV Rugenbergen empfängt VfL Pinneberg / Auf Knut Aßmann wartet das letzte Kreisderby gegen den Ex-Club

Seine Zeit beim VfL Pinneberg war kurz, aber dennoch prägend. Mitte der 90er-Jahre schnürte Knut Aßmann für 18 Monate seine Fußballschuhe an der Fahltsweide. Während es sportlich für den Werbekaufmann nicht gerade berauschend lief, da„der damalige Trainer des Vfl Pinneberg, Manfred Kirsch, einfach nicht so richtig auf mich als Spielertyp stand“, wie Aßmann es formuliert, sollte er in Mitspieler Ralf Palapies einen Freund fürs Leben finden. „Wir haben uns in Pinneberg kennengelernt und nach sechs Monaten sind wir zusammengezogen, beziehungsweise Pala hat mich nach meiner Trennung von meiner damaligen Frau quasi bei sich aufgenommen“, blickt Aßmann zurück.

Mehr als 20 Jahre später haben sich Palapies und Aßmann räumlich gesehen zwar längst voneinander distanziert, die Freundschaft sowie die gemeinsame Leidenschaft für den Fußball ist jedoch stets intakt geblieben. Demnach war es auch wenig überraschend, dass Palapies als Cheftrainer des SV Rugenbergen vor über fünf Jahren Aßmann als seinen Co-Trainer nach Bönningstedt lotste. „Eigentlich wollte ich nie Trainer werden, habe dann allerdings doch Anfang der 2000er als Spielertrainer die zweite Mannschaft des SC Sperber übernommen und anschließend nahm alles seinen Lauf“, so Aßmann.

Ende der Saison wird dieser Abschnitt im Leben des 50-Jährigen allerdings der Vergangenheit angehören. Aßmann will in Zukunft mehr Zeit mit der Familie verbringen und kehrt dem Fußballgeschäft den Rücken zu. „Mein Sohn wird im April zwei Jahre alt. Meine Prioritäten haben sich einfach geändert: Ich habe nicht mehr die Motivation, jedes Wochenende auf dem Platz zu stehen. Vielmehr möchte ich die freie Zeit mit meiner Familie verbringen“, erklärt Aßmann seine Entscheidung.

Somit kommt es am Sonntag zum letzten Duell gegen seinen ehemaligen Verein aus Pinneberg. Um 14 Uhr empfangen die Bönningstedter Oberliga-Fußballer (Tabellenzehnter) den abstiegsgefährdeten VfL (Tabellen-15). Aßmann erwartet eine intensive Begegnung. „Wir haben bei unseren jüngsten Auswärtserfolgen gegen Concordia und Condor starke Leistungen geboten, allerdings erwarte ich gegen den VfL ein ganz anderes Spiel. Der VfL wird kratzen, beißen und mit einfachen Mitteln versuchen, uns den Schneid abzukaufen“, prophezeit Aßmann, der indes mit dem Pinneberger Kapitel längst abgeschlossen hat. „Ich gucke überhaupt nicht im Groll auf meine Zeit beim VfL zurück.“

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erstellt am 10.Mär.2017 | 16:00 Uhr

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