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Lokalsport

10. Dezember 2016 | 11:56 Uhr

Fussball-Verbandsliga : Ein Kiebitzreiher Jung

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Pascal Greve fühlt sich nach seiner Rückkehr zu RWK wieder wie zu Hause

Mit „Blut und Schweiß für den Verein“ hatte Fußballer Pascal Greve auf der Facebook-Seite von Rot-Weiß Kiebitzreihe ein Foto kommentiert, das ihn mit dickem und stellenweise immer noch leicht rötlich schimmernden Kopfverband zeigt. Selbstredend, dass der 23-Jährige auf diesen sonderbaren Kopfschmuck als Folge eines Ellbogenschlags seines Kaltenkirchener Gegenspielers im zurückliegenden Verbandsliga-Spiel nur allzu gern verzichtet hätte.

Dennoch steckt in Greves scherzhaft formulierter Aussage auch ein wahrer Kern. So stellt Rot-Weiß für den 23-Jährigen nicht nur irgendeinen Verein dar. Greve ist ein „Kiebitzreiher Jung“. Von Kopf bis Fuß. Einer, der in Kiebitzreihe wohnt und bis zur C-Jugend bei RWK spielte, ehe es ihn über Holsatia/EMTV zum FC Elmshorn verschlug, für dessen Landesliga-Team er bis Sommer diesen Jahres aktiv war.

Mittlerweile schnürt der Außenbahnspieler seine Schuhe jedoch wieder für seinen Heimatclub in der Verbandsliga Süd-West. Kam dort bislang in allen vier Partien zum Einsatz und erzielte bereits sein erstes Tor für seinen neuen alten Verein. „Es hätten aber durchaus noch zwei bis drei Treffer mehr sein können“, so der 23-Jährige selbstkritisch. Seiner Freude über die geglückte Heimkehr (der FC Elmshorn hatte diese laut Greve entgegen einer Abmachung hinsichtlich der Ablöse lange blockiert) tut dies jedoch keinen Abbruch: „Ich bin sehr froh, wieder hier zu sein. Natürlich hängt da auch mein Herz dran. Schließlich verbinde ich viele schöne Erinnerungen mit Rot-Weiß. Auch meine Familie ist stark mit diesem Verein verwurzelt“, schwärmt Greve, dessen jüngerer Bruder Patrik (20) nun ebenso zu seinen Teamkollegen zählt wie Cousin Marco Holdingsgard (20). Diese Konstellation sei für Pascal ohnehin schon immer „ein Traum“ gewesen.

Auch habe RWK-Coach Oliver Schlegel, unter dem Greve bereits zu Holsatia-Zeiten trainierte, als Vertrauensperson einen gewichtigen Anteil am Wechsel gehabt. Zudem seien die Trainingszeiten in Kiebitzreihe eher mit Greves beruflichen Planungen in Einklang zu bringen als noch in Elmshorn. So beginnt er ab Oktober ein duales BWL-Studium an der Elmshorner Nordakademie. Seinen Arbeitsplatz hat Greve unweit seines Heimatortes bei einer EDV-Unternehmensberatung.

Doch auch bei Rot-Weiß scheint der 23-Jährige bereits seinen festen Platz gefunden zu haben: „Wir haben ein sehr junges Team. Durch meine Erfahrungen in den letzten Jahren möchte ich daher schon eine gewisse Führungsrolle einnehmen.“ In Sachen Einsatzwille geht er bereits voran. „Ich will auf jeden Fall spielen“, sagt Greve mit Blick auf die Partie morgen gegen den FC Reher/Puls (16 Uhr) – trotz erlittener Gehirnerschütterung. Voller Einsatz eben für den Herzensverein.

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