zur Navigation springen

Lokalsport

03. Dezember 2016 | 10:46 Uhr

Schwimmen : Dörries will Präsidentin werden

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Ehemalige stellvertretende Vorsitzende des Schwimmzentrums Elmshorn kandidiert fürs Spitzenamt des DSV.

Beim Deutschen Schwimm-Verband (DSV) hat dreieinhalb Monate vor dem Verbandstag (4. bis 6. November) der Kampf um die Verbandsspitze begonnen. Losgetreten wurde dieser jetzt von Elmshorn und Horst aus. Gabi Dörries (55, Foto) vom Schwimmzentrum Elmshorn (SZE), aktuell Leiterin der Fachsparte Schwimmen im DSV, hat ihre Kandidatur zur Präsidentin des zwölftgrößten Fachverbandes innerhalb des organisierten deutschen Sports erklärt. Ob die seit 16 Jahren amtierende DSV-Präsidentin Christa Thiel sich zum fünften Mal zur Wahl stellt, ist noch unklar.

„Ja, es wurde richtig zitiert“, bestätigte Dörries gestern auf Anfrage dieser Zeitung einen entsprechenden Bericht des Online-Portals www.swimsportnews.de. Ein Solo wird es unabhängig von Thiels Entscheidung, sich zur Wiederwahl zu stellen oder nicht, auf keinen Fall. Nach Informationen der Deutschen Presseagentur (dpa) kandidiert auch der derzeitige Vizepräsident Recht, Vico Kohlat.

„Ich denke, dass sich im DSV etwas ändern muss, damit die Athleten sich mehr auf den Sport konzentrieren können und nicht von Randentwicklungen abgelenkt werden“, erklärte Gabi Dörries ihren Schritt, über den sie bereits am Sonntag in einem persönlichen Gespräch Christa Thiel informiert habe ehe sie per E-Mail die Landesverbände und die Mitglieder der Fachsparte Schwimmen darüber in Kenntnis setzte. Inhaltlich hielt sie sich noch weitgehend bedeckt. „Wir möchten effektivere Strukturen in der Verwaltung finden“, sagte sie. Außerdem wolle sie die Zusammenarbeit zwischen den Landesverbänden und dem Spitzenverband verbessern. Über die Frage, wie dies geschehen könne, werde sie nach den Olympischen Spielen Auskunft geben, „weil jetzt erst einmal der Sport im Vordergrund stehen soll.“

Die frühere stellvertretende Vorsitzende des SZE war vor vier Jahren nach langjähriger Tätigkeit im Schleswig-Holsteinischen Schwimmverband an die Spitze der DSV-Fachsparte Schwimmen gewechselt. In den vergangenen Monaten sei sie immer öfter von Landesverbänden auf eine Kandidatur zur DSV-Präsidentin angesprochen worden. Im Mai habe sie sich nach einer Rücksprache mit dem DSV-Vizepräsidenten Verbandsentwicklung Wolfgang Hein, der zugleich dem Landesverband Niedersachsen vorsteht, entschieden. Hein wird sich im November zur Wiederwahl stellen. Zum Personaltableau von Gabi Dörries gehören außerdem die Steuerfachwirtin und internationale Kampfrichterin Andrea Thielenhaus (Finanzen) und der Jurist Clemens Stewig (Recht). Dass sie ein komplettes Team präsentiert, ist offenbar ungewöhnlich. „Darüber sind viele Leute erstaunt“, sagte Dörries.

Nach Rio de Janeiro wird die selbstständige Softwareunternehmerin aus Horst nicht mitfliegen. Es gab keine freien Plätze mehr. Dörries: „Sonst hätte ein Trainer zu Hause bleiben müssen – und das mache ich auf keinen Fall.“

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen