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Lokalsport

08. Dezember 2016 | 15:37 Uhr

Fussball-Oberliga : Der Wahnsinn in Wedel

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Gegen Tabellenführer Concordia verliert der WTSV einen verrückten Schlagabtausch

So etwas erlebt man nicht alle Tage. Oder besser gesagt: eigentlich nie. Das Oberliga-Spiel zwischen dem Wedeler TSV und Tabellenführer Concordia hatte vom Ergebnis her kaum noch etwas mit Fußball zu tun. Sage und schreibe 13 Tore fielen in den 90 Minuten an der Schulauer Straße – ein wahres Schützenfest. „Für die Zuschauer war das ein geiles Spiel“, sagte WTSV-Trainer Daniel Domingo.

Doch für seine Schützlinge hatte der Wahnsinn in Wedel ein weniger gutes Ende genommen. Bis zur 79. Minute lag der Aufsteiger noch überraschend mit 5:3 gegen den Ligaprimus aus Hamburg-Wandsbek in Front, dann folgte eine unfassbare Schlussphase in einem verrückten Spiel. Wedels Verteidiger Sonay Hayran hatte ein Tor der Gäste mit der Hand verhindert – Rot und Elfmeter. Es war bereits der vierte Strafstoß in der Partie – und der Beginn eines einzigen Sturmlaufs der Concorden. Die dezimierten Wedeler ließen nun in der Defensive große Schwächen erkennen und wurden in zehn Minuten vom Spitzenreiter regelrecht überrannt. Innerhalb von gerade mal 180 Sekunden drehte dieser das Spiel komplett und lag plötzlich mit 6:5 in Front. Bis zum Abpfiff schluckten die Rolandstädter noch zwei weitere Tore und einen Platzverweis. Wedels Stürmer Eric Agyemang ließ sich, frustriert über die aus der Hand gegebenen Punkte, noch zu einem Disput mit dem Schiedsrichter hinreißen und musste vorzeitig duschen.

„Wenn ich ehrlich bin, habe ich nach dem 5:3 gedacht: Das Ding schaukeln wir nach Hause“, so Wedel-Coach Domingo. „Wir dürfen das nicht so fahrlässig zu Ende spielen. Dann muss man wenigstens noch einen Punkt behalten.“ Doch so standen die Wedeler trotz fünf geschossener Tore gegen den Tabellenersten tatsächlich mit leeren Händen da. Ein Umstand, den man im Fußball nur äußerst selten erlebt.

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erstellt am 10.Okt.2016 | 16:00 Uhr

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