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Lokalsport

04. Dezember 2016 | 03:01 Uhr

Fussball : Der Traum vom Kunstrasen

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

FC Elmshorn schlägt Umbau des KGSE-Stadions im Tausch mit dem Platz Wilhelmstraße vor.

Die Klagen über die schlechten Platzverhältnisse in der Rückrunde sind allgegenwärtig gewesen, Kein Wunder: Der Rasen leidet, wenn er nass von Schnee oder Regen ist, 22 Fußballer dann dem Ball hinterherjagen und eine Furche nach der anderen ziehen. Zudem regeneriert das Grün bei niedrigen Temperaturen nicht. Die Lösung gegen solches Unbill: Kunstrasen. Der VfR Horst und der FC Union Tornesch machen damit beste Erfahrungen und sogar im kleinen Tangstedt, deren Kicker in der Kreisliga spielen, laufen die Planungen für so einen dauerhaft zu beanspruchenden Belag. „Sie schießen wie Pilze aus dem Boden“, sagt Michael Homburg und verweist auch auf eine entsprechende Offensive in Hamburg. Nur vor der eigenen Haustür sucht der Präsident des FC Elmshorn vergeblich nach einem Kunstrasen. So einen gibt es an der Krückau bisher nicht.

Das, so sein Wunsch, soll sich ändern. Allein: Der Club, der als einziger Elmshorner Verein in der Landesliga vertreten ist, kann so ein Projekt weder finanziell alleine stemmen, noch hat er die Fläche, um es zu realisieren. Die Plätze am Ramskamp gehören dem Verein FTSV Fortuna Elmshorn; die Wilhelmstraße ist städtisches Eigentum, das an FTSV Fortuna langfristig verpachtet ist.

Homburg schlägt daher folgendes vor: Der Pachtvertrag für den Platz Wilhelmstraße wird aufgelöst, die Stadt könnte das Gelände als Bauland veräußern. Aus den damit generierten Erlösen finanziert die öffentliche Hand den Umbau des KGSE-Stadions vom Grand- zum Kunstrasenplatz. Zusammen mit der direkt angrenzenden Anlage Ramskamp würde so ein Fußballzentrum entstehen.

Eine Alternative wäre die Umwandlung des Platz zwei am Ramskamp in einen Kunstrasen. Aber auch das wäre vom Verein finanziell – nur mit der Regelunterstützung aus den städtischen Sportförderrichtlinien – kaum finanzierbar.

Der Unterstützung des Dachvereins FTSV Fortuna für einen Verkauf der Anlage Wilhelmstraße ist sich Homburg sicher. Der FTSV-Fortuna-Vorsitzende Frank Meyer plädiert schon seit langem für einen Verkauf. Allerdings müsste für die dort ebenfalls beheimateten Tennisspieler eine Lösung gefunden werden.

Aus der Stadt gab es bisher keine Signale, aktiv in Sachen Kunstrasen tätig zu werden. Homburg plädiert für einen Versuch. „Es fällt mir schwer zu glauben, dass man am Verkauf der Wilhelmstraße nicht gewinnen kann“, sagt der FCE-Boss und verweist auf das Beispiel Tornesch. Dort hat der FC Union seine Plätze an der Friedlandstraße aufgegeben, an einen Investor für Wohnbebauung verkauft und mit Unterstützung der Stadt den Sportpark Torneum am Großen Moorweg hochgezogen. „Es gibt zumindest Parallelen“, so Homburg, der nach wie vor die Hoffnung auf ein großes Sportzentrum Hainholz in sich trägt – so wie es schon 2004 bei der Verschmelzung der einst selbstständigen Vereine FTSV Elmshorn und TSV Fortuna Langelohe der Plan gewesen war.

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erstellt am 23.Jul.2016 | 16:00 Uhr

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