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Fussball-Verbandsliga : Der Neue verordnet mehr Offensive

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Kiebitzreihes Trainer Kai Scheppmann stellt vor seiner Heimpremiere auf zwei Spitzen um

Eines stellt Kai Scheppmann gleich zu Beginn des Gesprächs klar: Bitte keine Fragen zur nächsten Saison. Ganz klar: Der Fokus des neuen Trainers beim Fußball-Verbandsligisten liegt ausschließlich im Hier und Jetzt. Da gibt es bekanntlich auch genug zu tun. RWK braucht jeden Punkt, um den Abstieg aus in die Kreisliga zu verhindern. „Wir haben noch sieben Spiele und Platz 13 ist das Ziel“, sagt der Neue, der zusammen mit Torsten Greve als Co-Trainer vor eineinhalb Wochen den entlassenen Oliver Schlegel abgelöst hat, vor dem Heimspiel am Ostermontag gegen den MTSV Hohenwestedt (15 Uhr, Schulstraße). Pikant: Laut ursprünglicher Planung sollten Schlegel und Scheppmann, die nicht nur gemeinsam in der Vergangenheit für RWK gespielt haben, sondern auch am gleichen Tag – 2. August 1972 – Geburtstag haben, für die kommende Saison das Duo an der Seitenlinie bilden.

Aber die Zukunft ist aktuell nicht das Thema. Noch geht es um den Klassenerhalt. „Wir haben es noch in der eigenen Hand“, sagt Scheppmann, der insbesondere mit Siegen gegen die direkten Konkurrenten wie übermorgen Hohenwestedt, am 6. Mai die SG Bornhöved/Schmalensee und zum Saisonfinale am 27. Mai den SV Henstedt-Ulzburg rechnet. „Fußballerisch gehören die Jungs da hin.“

Kai Scheppmann ist gebürtiger Horster, wohnt aktuell aber in Kellinghusen, wo er beim dortigen VfL Ende der 90er-Jahre in der damaligen Landesliga gespielt hat. Zur Jahrtausendwende folgte der Wechsel zum VfR Horst, vier Jahre später ließ er der Mittelfeldspieler die aktive Karriere bei RWK langsam ausklingen. Als Trainer hat er vor vier Jahren wiederum beim VfR Horst im Nachwuchs angefangen. Bis zum Wechsel zu RWK trainierte er die B-Jugend in der Kreisliga – und diese zu verlassen sei nicht einfach gewesen. „Das tat mir richtig weh, weil es eine ganz schwere Entscheidung war“, so Scheppmann. Er wisse die Jungs aber angesichts des Teams von zwei Betreuern und eines Co-Trainers in guten Händen. Der Reiz, endlich im Herrenbereich tätig zu werden, war zu groß, als das er dieses Angebot hätte ablehnen können. „Für mich ist das eine Herausforderung und eine super tolle Chance“, sagt er.

Im Abstiegskampf der Rot-Weißen kündigt er eine Veränderung an. Das Spiel soll offensiver werden. Er bevorzuge ein System mit zwei Spitzen. „Wir müssen Tore machen, daran hapert es“, weiß er. Lediglich Schlusslicht Alemannia Wilster traf seltener als RWK. Das Problem für Scheppmann: Er hat im Prinzip keine Eingewöhnungszeit. Nach der 0:1-Niederlage vor einer Woche in Wilster würde alles andere als ein Sieg gegen Hohenwestedt die Chancen im Abstiegskampf auf ein Minimum zusammenschmelzen lassen.

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erstellt am 15.Apr.2017 | 16:00 Uhr

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