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Lokalsport

08. Dezember 2016 | 06:55 Uhr

Handball : Das Trauma abgeschüttelt

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

HSG Horst/Kiebitzreihe feiert feucht und fröhlich den Aufstieg in die Schleswig-Holstein-Liga.

Noch bevor die Begegnung in der Handball-Landesliga zwischen der heimischen HSG Horst/Kiebitzreihe und den Gästen der HSG Eider Harde II abgepfiffen wurde, scharrten sich um den Spielfeldrand bereits die Ersatzspieler, Trainer und Betreuerstab und, soweit möglich, Fans von den Rängen. Sie alle wollten als Erste mit dabei sein, wenn aus dem Trauma Aufstieg Realität wird. Um Punkt 19.29 Uhr war es dann am Sonnabend soweit: Unbändiger Jubel und einfach nur Freude über den 34:29-Sieg der Haie, der den Aufstieg in einem Herzschlag-Finale erst ermöglicht hat.

Mit unter den ersten Gratulanten war Sven Evers vom Fan-Klub des benachbarten Fußballvereins VfR Horst. Evers überreichte Mannschaftskapitän Malte Schnell im Namen der Fußballer eine Magnum Flasche Champagner der Marke Lanson Black Label. Schnell ließ sich nicht zweimal bitten, schüttelte die Flasche kräftig, öffnete sie und das köstliche Nass ergoss sich als Champagnerdusche über alle drum herum Stehenden.

So sehr sie in den letzten Wochen und auch noch in den letzten Minuten zuvor zittern mussten, so sehr verstanden es die Haie dann aber auch zu feiern. Erst noch in der Halle, im Mannschaftskreis oder auch zusammen mit den Fans. Später folgte dann eine der berühmt-berüchtigten Kabinenfeiern und zu vorgerückter Stunde dann an verschiedenen Locations in der Umgebung.

Dabei begann das „Finale“, wie es später Führungsspieler Lasse Pingel ausdrückte, mit einer schnellen 4:1-Führung der Gäste. „Wir und auch ich brauchten erst einmal gute zehn Minuten, um ins Spiel zu kommen“, verriet Kristoffer Wünsche, der zu Beginn den Vorzug vor Stamm-Keeper Niklas Kaven erhielt. Dann jedoch bissen sich die Haie durchs Spiel.

Es war ein zähes Unterfangen, und erst in den letzten zehn Minuten machte sich die stärkere Physis der Haie bemerkbar. Die HSG Eider Harde hatte dem druckvollen Spiel der Gastgeber nicht mehr viel entgegenzusetzen, die jetzt beinahe nach Belieben auftrumpfen konnten.

Möglicherweise auch ausgelöst durch das Schiedsrichtergespann, welches dem Hallensprecher Restriktionen auferlegte. „Das ist mir zu emotional“, überbrachte Sportwart Michael Bigalke dem am Mikrofon stehenden Michael Schwarz.

Dieser erregte sich zwar darüber, fügte sich aber – weitestgehend. Zwei Minuten vor Spielschluss, die Haie führten mit fünf Toren Vorsprung – machte das Gespann seine Drohung wahr. Schwarz durfte bis zum Ende der Begegnung keine Ansagen mehr machen. Mit dem Abpfiff jedoch war Schwarz dann wieder deutlich zu hören: „Ich lasse mir die Stimme nicht verbieten.“ Aber da war es dann allen auch völlig egal.

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