zur Navigation springen

Lokalsport

10. Dezember 2016 | 23:28 Uhr

Fussball-Oberliga : Das Feuer fehlte an vielen Stellen

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Schwaches Derby zwischen VfL Pinneberg und SV Rugenbergen / Aufregung nur um Rot für Lüneburg

Ausgerechnet beim ersten Kreisderby der Saison streikte der Grill teilweise. Eine der drei Brennreihen zündete nicht, so dass die Wurstlieferung für die nach offiziellen Angaben 180 Zuschauer im Pinneberger Stadion 1 etwas schleppend verlief.

Wenig zündend waren auch die Ideen der Oberligafußballer von Gastgeber VfL und SV Rugenbergen, die sich nach 90 Minuten 1:1 (0:1)-Unentschieden trennten. So richtig Feuer bekam die Partie eigentlich nur in der 82. Minute in einer Szene, die nur marginal mit Sport zu tun hatte. Da schritt Schiedsrichter Philip Roedig (Altona 93) in Richtung Pinneberger Auswechselbank und zeigte dem nach 62 Minuten aus dem Spiel genommenen Flemming Lüneburg die Rote Karte. Roedig hatte „Du Blinder“ vernommen, nachdem er und sein Assistent Pinnebergs Artur Frost wegen einer angeblichen Abseitsstellung zurückgepfiffen hatten. „Eine Frechheit ist das“, kommentierte VfL-Trainer Thorben Reibe den Verweis aufgebracht – und musste daraufhin ebenfalls hinter die Bande. „Vom Gegner wurde eine Beleidigung uns gegenüber ausgesprochen, die vom Linienrichter gehört wurde, und der sagt „Lasst uns hier mal kein Fass aufmachen“, aber bei uns hebt er die Fahne und es gibt die Rote Karte“, erklärte Reibe seinen Wutausbruch. Die Beleidigung selbst stellte er nicht in Abrede.

So viel Aufregung hatte davor – und auch danach – das Geschehen, um das es eigentlich ging, nicht zu bieten. Das Versprechen des frühen 1:0 der Gäste nach fünf Minuten durch einen von Jan Melich flach in die rechte Torwartecke verwandelten Foulelfmeter wurde nicht gehalten. Norman Baese hatte, von seinen Mitspielern in Bedrängnis gebracht, den Ball flach zu klären versucht, aber Hendrik Lühmann unfreiwillig vorgelegt. Als dieser Patrick Hoppe schickte, räumte Baese diesen ab.

Danach passierte nicht mehr viel. Die Abschlüsse von Christian Dirksen, Jan-Henrik Kaetow oder Fabian Knottnerus flogen so weit am Gäste-Tor vorbei, dass sie kaum als echte Chancen zu bezeichnen waren. Die Bönningstedter taten ihrerseits aber auch kaum etwas fürs Spiel. Bezeichnend war, dass der Pinneberger Ausgleichstreffer ebenfalls aus einer Standardsituation entstand. Tim Vollmer verlängerte einen Kaetow-Freistoß mit der Fußspitze ins Tor (70.).

Zufrieden war damit weder Reibe noch Ralf Palapies auf Rugenbergener Seite. Für den VfL war es das fünfte Spiel in Folge ohne dreifachen Punktgewinn. Beim SVR sind es derer bereits sieben – und das dürfte für mehr Feuer sorgen, als gestern auf dem Rasen oder dem defekten Grill.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 12.Sep.2016 | 16:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen