zur Navigation springen

Lokalsport

09. Dezember 2016 | 01:11 Uhr

Fussball-Oberliga : „Bin nicht der Heilsbringer“

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Benjamin Brameier (HR) steht nach dreimonatiger Verletzungspause vor Rückkehr.

Mit großen Erwartungen hatten sie ihn im Sommer empfangen. Benjamin Brameier (28), der Königstransfer der SV Halstenbek-Rellingen. Stabilität, Sicherheit, Führungsqualitäten und nicht zuletzt Siegermentalität. All das erhofften sich die Verantwortlichen des hiesigen Fußball-Oberligisten vom Mittelfeldstrategen – und tun es weiterhin. „Benjamin fehlt dem Team an allen Ecken und Enden, er ist enorm wichtig und nicht zu ersetzen“, wiederholte Cheftrainer Thomas Bliemeister in den vergangenen drei Monaten beinahe gebetsmühlenartig.

Ausgerechnet im Duell gegen seinen Ex-Klub VfL Pinneberg zog sich Brameier Anfang August einen Innenbandriss im rechten Knie zu, ist seit dem zweiten Spieltag zum Zuschauen verdammt. Am Sonntag soll die Leidenszeit ein Ende haben, der Rechtsfuß peilt im Heimspiel gegen den SV Curslack-Neuengamme (14 Uhr) seine Rückkehr aufs Feld an. „Ich habe in den vergangenen zwei Wochen gut trainiert, bin komplett schmerzfrei“, zeigt sich der 28-Jährige optimistisch, dem die Aussagen Bliemeisters und des Liga-Managers Robert Hermanowicz („Uns fehlt eine Leitfigur wie Benjamin“) schmeicheln. „Ich freue mich natürlich über das Vertrauen und die Wertschätzung“, sagt Brameier, der jedoch mit Nachdruck klarstellt: „Ich bin kein Heilsbringer. Eine Person kann nicht alles ändern“, sagt der Mittelfeldakteur mit Blick auf die in ihn gesteckten Hoffnungen und führt aus: „Wir müssen im Abstiegskampf als Team bestehen und Tugenden wie Leidenschaft und Siegeswillen an den Tag legen. Es geht in den kommenden Wochen einzig und allein um die Ergebnisse. Wir kommen da nur gemeinsam wieder raus“, nimmt der Mittelfeldspieler seine Teamkollegen in die Pflicht.

Apropos Pflicht: Der Wedeler TSV empfängt am Sonntag um 14 Uhr den abgeschlagenen Tabellenletzten Buxtehuder SV (ein Sieg, drei Remis, zwölf Niederlagen). „Da muss man nicht lange drum herumreden. Wir sind der klare Favorit und peilen die drei Zähler an“, sagt WTSV-Trainer Kemal Mimaroglu trocken, dem jedoch weiter die Defensivprobleme in den eigenen Reihen Kopfschmerzen bereiten. Lediglich der kommende Gegner aus Buxtehude hat ebenso viele Gegentreffer kassiert (40). „Wir müssen unbedingt die individuellen Fehler abstellen und allgemein kompakter auftreten“, fordert Mimaroglu.

Thorben Reibe, Coach des VfL Pinneberg, macht sich hinsichtlich der Kompaktheit seiner Elf ebenfalls Gedanken. Mit Christian Dirksen, Jan-Henrik Kaetow, Christian Kulicke (alle verletzt) sowie dem beruflich verhinderten Lennart Dora fallen für die Auswärtspartie beim HSV Barmbek-Uhlenhorst (Sonntag, 14 Uhr) gleich vier zentrale Mittelfeld-Akteure aus. „Das ist natürlich ärgerlich, allerdings haben wir einen breiten Kader. Es ergibt sich somit für den ein oder anderen Spieler eine neue Chance, sich zu repräsentieren“, übt sich der 34-Jährige in Optimismus.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 18.Nov.2016 | 16:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen