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Lokalsport

04. Dezember 2016 | 21:32 Uhr

Basketball-Pro B Nord : Aufstiegskandidat demontiert

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

SC Rist Wedel mit Traumstart vor eigenem Publikum: 97:72 über Rostock Seawolves.

Das zu Saisonbeginn weitgehend neu formierte Zweitliga-Basketballteam des SC Rist Wedel hat am zweiten Spieltag der ProB Nord (dritthöchste Herrenklasse) seinen ersten Sieg eingefahren. Vor übervollen Rängen in der Wedeler Steinberghalle revanchierte sich die Mannschaft des spanischen Headcoaches Felix Banobre nicht nur für die ärgerliche Auftaktniederlage bei den Iserlohn Kangaroos, sondern demontierte die als Top-Aufstiegsfavorit gestarteten Rostock Seawolves mit 97:72 (47:35).

Der neue Headcoach hatte allen Grund, die Darbietung seines Teams, das sofort die Führung übernahm und sie bis zur Schlusssirene nicht mehr abgab, in den höchsten Tönen zu loben. „Wir hatten schon in Iserlohn unsere Chance, jetzt haben wir sie gegen Rostock genutzt, weil wir um die Schwächen des Gegners wussten“, so Banobre.

Auszuschalten galt es vor allem die starken Individualisten im Rostocker Kader – allen voran André Murillo, einen Landsmann des Rist-Headcoaches. Diesen Auftrag erledigte Rist-Kapitän Aurimas Adomaitis als Sonderbewacher trotz Verletzung mit Bravour. „Aurimas war der entscheidende Mann in dieser Phase“, sagte Christoph Roquette, Sportlicher Leiter des SC Rist, der schon in der 2. Bundesliga Pro A mit dem Litauer zusammenspielte.

„Dass wir das Tempo bestimmt und die starke Starting Five der Seawolves einschließlich Murillo gestoppt haben, war entscheidend“, sagte Banobre, der vor allem die jungen Doppellizenz-Spieler und die Routiniers im Kader des SC Rist lobte. „Das Team hat einen guten Job gemacht.“

Die Ambitionen der Gäste aus Mecklenburg-Vorpommern, die über kurz oder lang in die Bundesliga aufsteigen wollen, waren am Steinberg nicht zu erkennen. Die Wedeler trafen aus allen Lagen besser als die Gäste, die spätestens im dritten Viertel resignierten, als Moritz Hübner per Dunking zum 78:58 traf. Anschließend spielte sich das Heimteam in einen Rausch und scheiterte nur knapp an der 100-Punkte-Marke.

Aufbauspieler Steffen Kiese, mit 18 Punkten neben US-Boy Will Barnes (25) zweitbester Scorer des SC Rist, lobte vor allem die Stimmung am Steinberg: „Die Zuschauer haben uns einen unglaublichen Push gegeben.“ Trotz des klaren Sieges hütete sich Felix Banobre jedoch vor überzogenen Erwartungen. „Wir denken nur von Spiel zu Spiel, und daher fokussieren wir uns von jetzt an auf das Auswärtsspiel beim FC Schalke 04 am Sonnabend.“

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erstellt am 04.Okt.2016 | 16:00 Uhr

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