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Lokalsport

02. Dezember 2016 | 23:26 Uhr

Schwimmen : Als Trainings-Meister nach Berlin

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Siebo Vogel vom Swim-Team Stadtwerke Elmshorn feiert seine Premiere bei der deutschen Kurzbahn-Meisterschaft.

Die Schwimmhalle im Europa-Sportpark von Berlin-Hohenschönhausen kennt Siebo Vogel. Und dennoch wird es etwas ganz anderes als im vergangenen Jahr sein, wenn er dort Sonnabend bei den Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften über 800 Meter Freistil ins Wasser springt. Der 16-Jährige mischt dann erstmals im Konzert der Großen, der offenen Klasse mit. „Die Vorfreude ist auf jeden Fall da – und aufgeregt bin ich schon. Es ist ’ne Ecke größer als deutsche Jahrgangsmeisterschaften“, sagt der junge Kölln-Reisieker, der seit acht Jahren beim Swim-Team Stadtwerke Elmshorn schwimmt. Und das ist bescheiden, denn um ganz genau zu sein: Es ist der größte Erfolg für den Jungen, der sich an der Elsa-Brändström-Schule im elften Jahrgang auf das Abitur – natürlich im Sportprofil – vorbereitet. Die Top100 einer jeden Strecke haben die Qualifikation für die Kurzbahn-DM geschafft. Siebo Vogel liegt jahrgangsübergreifend auf seiner Strecke an Position 87 in Deutschland; im Meldeergebnis hat er bei 75 Startern die Nummer 66. Das hat er natürlich nachgeschaut. Mit 8:51,34 Minuten wurde er auf schleswig-holsteinischer Ebene vor eineinhalb Wochen Vierter.

Das Ziel für die DM-Premiere drückt sich demnach nicht in Medaillenchancen aus, sondern Siebo Vogel geht da ganz pragmatisch ran. „Auf jeden Fall möchte ich eine neue Bestzeit schwimmen“, sagt er und verbindet dies mit der Hoffnung, einige Konkurrenten mehr hinter sich zu lassen, als es die Qualifikationsliste derzeit aussagt. Damit ist er genau auf der Linie seines Trainers Jörg Freyher, der den Einsatz von Vogel im Training lobt: „Er ist auf jeden Fall einer unserer fleißigsten – und er ist gut drauf.“

Die Planungen für die weitere Saison sind auch schon – in Teilen – gemacht. Zwei Wochen nach der DM findet in der Elmshorner Traglufthalle die Landesmeisterschaft über die langen Strecken statt. Kommendes Jahr ist das Fernziel, auch dann in Berlin bei den Deutschen dabei zu sein, wenn es um Zeiten im olympischen 50-Meter-Becken geht. 800 und 1500 Meter Freistil sind dafür die Optionen.

Warum eigentlich die langen Strecken, was einige Spötter als Kacheln zählen bezeichnen? „Man hat halt ziemlich lange was von seinem Start“, antwortet Vogel leicht schmunzelnd, um ernst hinterher zu schieben: „Sprinten war noch nie so mein Ding.“ Dass dafür auch im Training einige Kilometer mehr an Umfängen anfallen als bei Sprintern nimmt er hin. „Mir gefällt, dass man immer etwas zurück bekommt, wenn man trainiert: bessere Zeiten“, so der Freistilspezialist, der froh über die dafür notwendige Unterstützung durch die Familie und auch von Freunden – „Auch wenn ich nicht so viel Zeit habe“ – ist.

In Berlin wird Siebo übrigens erst am Freitag eintreffen, als Nachzügler mit der Bahn. Die anderen sechs gemeldeten Elmshorner Schwimmer und STE-Trainer Jörg Freyher sind bereits Donnerstag am Start.

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erstellt am 17.Nov.2016 | 15:46 Uhr

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