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Apnoetauchen : 70 Meter in die Tiefe

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Ulrich Wulf aus Kiebitzreihe ist so tief getaucht wie nur wenige Menschen vor ihm: In 2:05 Minuten glitt der Schlickteufel bei der Weltmeisterschaft in Kalamata auf 70 Metern Tiefe hinab und belegte damit in der Disziplin Constant Weight Rang 14.

Zweieinhalb Wochen hat sich Ulrich Wulf im griechischen Kalamata auf die Weltmeisterschaft im Apnoetauchen – tauchen ohne Pressluftatmer – vorbereitet. Mit Erfolg: Der Kiebitzreiher stellte im Mittelmeer zwei persönliche Bestleistungen in den Disziplinen Constant Weight (70 Meter) und Free Immersion (66 Meter), was ihn beide Mal in die Top 15 des Klassements brachte.

Im Tieftauchen mit Flossen und konstantem Gewicht (Constant Weight) knackte Wulf die zwölf Jahre alte Vereinsbestmarke des ETSV Schlickteufel von Curt Teichgräber. „Ich bin supter froh, weil ich kaum noch mit dieser Tiefe gerechnet hatte“, jubelte Wulf.

Die Vorbereitung im Mittelmeer war das A und O. „Das Training lief schon sehr gut und ich konnte mich kontinuierlich verbessern“, sagte Wulf, der mit einer Saisonbestmarke von 61 Metern nach Kalamata geflogen war. Beim letzten Probedurchgang vor der WM glitt der 46-Jährige erstmals auf 70 Metern hinab. 20 Meter musste er mit den Flossen arbeiten, danach hat der Mensch keinen Auftrieb mehr und Wulf fiel praktisch allein nach unten. Einzig auf den Druckausgleich musste er achten, damit das Trommelfell im Ohr nicht platzt.

Die entsprechende Technik hatte er vor zwei Jahren umgestellt und nun endlich auch im Wettkampf umgesetzt. „Im Wettkampf war ich mir sehr, sehr sicher und konnte mich entspannen“, so Wulf. Mehr noch: „Ich bin sicher: Wenn ich noch zwei Wochen Zeit gehabt hätte, wären 75 Meter drin gewesen.“ Das glaubt Teichgräber auch, der seinem Vereinskameraden attestiert: „Wir wissen, dass Ulli Luft für mindestens 80 Meter hat, bloß bisher immer am Druckausgleich gescheitert ist.“ Selbst das ist im Apnoetauchen nicht das Ende. Der neue Weltmeister Alexey Molchanov aus Russland tauchte auf 128 Meter.

Beim Free Immersion zieht sich der Taucher ohne Flossen an dem Sicherungsseil in die Tiefe und auch wieder hoch. Die 66 Meter bedeuteten für Wulf Platz 13.

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erstellt am 24.Sep.2013 | 14:00 Uhr

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