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Lokalsport

11. Dezember 2016 | 01:28 Uhr

Reitsport : Zwei Zehntelpunkte fehlen zum Sieg

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Nächster großer Erfolg für Teike Carstensen: Auf dem Holsteiner-Hengst „DJ“ wurde das Reit-Talent aus Sollwitt im Bundeschampionat von Warendorf deutsche Vizemeisterin. Ihr Bruder Tjade erreichte mit seinem Pony „Summer“ Rang vier.

Nachwuchsreiterin Teike Carstensen aus Sollwitt hat sich selbst das schönste Geschenk zum 18. Geburtstag gemacht: Mit dem Holsteiner-Hengst „DJ“ gewann die Nordfriesin Silber beim Bundeschampionat der fünfjährigen Springpferde in Warendorf.

Die besten Nachwuchspferde Deutschlands messen sich alljährlich beim Bundeschampionat in Warendorf. Es ist praktisch die deutsche Meisterschaft für Spring-, Dressur- und Vielseitigkeitspferde im Alter von drei bis sechs Jahren. Die Geschwister Teike, Beeke und Tjade Carstensen vom RV Obere Arlau Behrendorf hatten sich mit ihren Nachwuchspferden für das Bundeschampionat qualifiziert. Am besten lief es für Teike, die mit dem Hengst „DJ“ Zweite bei den fünfjährigen Springpferden wurde. Nur ganz knapp mussten sich Teike und der fünfjährige Holsteiner Hengst „DJ“ von Diarado im Finale geschlagen geben. Mit 18,6 Punkten landeten sie hinter Patrick Stühlmeyer und Lissino, die auf insgesamt 18,7 Punkte kamen, auf Rang zwei.

Anders als in Springprüfungen für ältere Pferde, in denen es meistens im die schnellste Zeit geht, gewinnt beim Bundeschampionat das Nachwuchspferd, das die höchsten Wertnoten von den Richtern bekommt. Die Vorstellung von „DJ“ und Teike im ersten Umlauf wurde mit 9,1 bewertet, ein Zehntel weniger als für den späteren Bundeschampion Lissini. Den Richtern fiel es merklich schwer, den minimalen Unterschied zu begründen. „Schwer, da noch Erklärungen zu finden, wenn alles sehr gut ist. Vielleicht weil DJ einmal ganz leicht eine Stange berührt hat, war er eine Nuance weniger sicher als Lissino“, sagte der kommentierende Richter Joachim Geilfus. Teike selbst meinte: „Bis zum achten Sprung war das wirklich eine sehr gute Runde, dann wurde es vielleicht etwas hektisch, weil ich Angst hatte, Zeitfehler zu bekommen.“

Noch besser lief es im zweiten Umlauf: Als eine „Vorführung vom Allerfeinsten“ lobten die Richter die Vorstellung des Paares aus Nordfriesland. 9,5 lautete die Note, die damit Rang zwei bedeutete.

Bereits 2014 hatte Teike den Vizechampion beim Bundeschampionat vorgestellt, damals den fünfjährigen Wallach „Clide“. „Es ist toll, mit DJ wieder so ein gutes Pferd reiten zu dürfen. Ich bin sehr dankbar, diese Möglichkeiten zu haben“, meinte die 18-Jährige. Das Niveau in Warendorf sei hoch, doch sie habe ja schon ungefähr gewusst, was auf sie zukomme und vor allem an die Qualität ihres Pferdes geglaubt. „DJ hat viel Potenzial. Aber er kann auch sehr explosiv sein und von der einen zur anderen Sekunde seine Stimmung wechseln.“

Um am Bundeschampionat teilnehmen zu dürfen, müssen die Nachwuchspferde auf ländlichen Turnieren Qualifikationsprüfungen absolvieren. Wenn sie es nach Warendorf schaffen, durchlaufen sie dort zunächst zwei Einlaufspringen, aus denen sich die Besten für das große Finale qualifizieren. „DJ“ entschied die erste Prüfung in Warendorf mit 8,8 für sich, im zweiten Springen wurde er Zweiter und präsentierte sich somit alle Tage in Topform.

Neben ihrer großen Schwester waren auch die 15-Jährige Beeke und der kleine Bruder Tjade (11) erfolgreich beim Bundeschampionat. Tjade wurde mit seinem Pony „Summer“ Vierter im Finale der sechsjährigen Spring-Ponys. „Er wollte unbedingt auch mal in Warendorf reiten – umso besser, dass es gleich beim ersten Mal so gut geklappt hat“, sagte seine älteste Schwester. Die 15-jährige Beeke und ihr Pony „St.Annes Get up“ wurden mit der Note 7,6 Neunte im Finale der fünfjährigen Springponys. „Für mich ist es viel schlimmer, den beiden beim Reiten zuzuschauen, als selbst im Parcours zu sein. Ich war furchtbar aufgeregt“, berichtete Teike. „Gefühlt ist halb Nordfriesland mit nach Warendorf gereist, uns haben viele Leute angefeuert, das war ein tolles Gefühl.“ So konnte sie auch schon am Freitagabend in ihren 18. Geburtstag hineinfeiern. „Das war toll, am Sonnabend musste ich ja nicht reiten und konnte früh ins Bett, um Sonntag fürs Finale fit zu sein.“

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erstellt am 07.Sep.2016 | 06:00 Uhr

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