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Lokalsport

10. Dezember 2016 | 11:54 Uhr

Sterne des Sports : Wieder triumphiert Nordfriesland

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Zum dritten Mal in Folge hat ein Verein aus Nordfriesland den Wettbewerb „Sterne des Sports“ auf Landesebene gewonnen. Der SV Blau-Weiß Löwenstedt wurde gestern Abend für sein „Vierdörfer-Projekt“ als Landessieger ausgezeichnet.

Der SV Blau-Weiß Löwenstedt hat die Erfolgsgeschichte der nordfriesischen Vereine im Breitensport-Wettbewerb um die „Sterne des Sports“ fortgeschrieben. Im Landeshaus wurde der rund 650 Mitglieder zählende Landverein gestern als Landessieger mit dem „Großen Stern“ in Silber und 2500 Euro Prämie für sein „Vierdörfer-Projekt“ ausgezeichnet und wird nun auf Bundesebene um den „Großen Stern“ in Gold wetteifern. Der Gewinner wird am 23. Januar 2017 von Bundespräsident Joachim Gauck in Berlin ausgezeichnet. Es war der dritte Erfolg für den Kreis Nordfriesland in Serie. 2015 hatte der TSV Westerland gewonnen, 2014 der TSV Hattstedt (siehe Kasten). Landtagspräsident Klaus Schlie lobte bei der Feierstunde in Kiel das soziale Engagement der Vereine und die Aktion „Sterne des Sports“, durch die „das Ehrenamt verdientermaßen in den Mittelpunkt gestellt“ werde.

Demographischer Wandel, Urbanisierung und marode Sportstätten gehörten unter anderem zu den Themen, mit denen sich der SV Blau-Weiß Löwenstedt intensiv beschäftigt hatte. Der Verein nutzte dabei die enge Zusammenarbeit der vier Gemeinden Haselund, Löwenstedt, Norstedt und Sollwitt, die im Rahmen des „Vierdörfer-Projektes“ eine Gemeinde übergreifende Entwicklungsstudie in Auftrag gegeben hatten. „Wir versuchen, die demographische Entwicklung nicht nur als Problem aufzufassen, sondern auch unseren Nutzen daraus zu ziehen“, betonte Sven Jensen, 1. Vorsitzender des SV Blau-Weiß Löwenstedt, als er gestern das „Vierdörfer-Projekt“ noch einmal vorstellte. Der Sportverein brachte sich dabei von Beginn an aktiv ein mit dem Ziel, für die Menschen ein attraktives Sportangebot vorzuhalten und damit die Region zu stärken.

Mit dem Ziel, Mitglieder ein Leben lang an den Verein zu binden, wurden verschiedene Problemfelder selektiert, entsprechende Maßnahmen umgesetzt und Kooperationen geschlossen beziehungsweise ausgebaut. So wurden ein neuer Bouleplatz sowie ein Beachvolleyballfeld gebaut, eine Boulesparte gegründet und zusätzliche Kinderturn-Angebote geschaffen. Sogar „Smovey“, eine Trendsportart mit einem Trainingsgerät, das sich zur Mobilisierung und Kräftigung, aber auch zur Entspannung des Körpers eignet, wurde initiiert und findet seitdem großen Anklang. Dieses Engagement schlägt sich jetzt in steigenden Mitgliederzahlen nieder.

Zu den ersten Gratulanten zählten der Vorsitzende des Kreissportverbandes Nordfriesland, Matthias Hansen, sowie Holger Jensen, Bürgermeister der Gemeinde Löwenstedt. Der Blau-Weiß-Vorsitzende Sven Jensen, der 2. Vorsitzende Marten Clausen und Jugendfußballobmann Hermann Overmann erhielten aus der Hand von Hauke Carstensen (Husumer Volksbank) den Scheck sowie Silber-Stern. Das Geld soll für das Projekt verwendet werden – unter anderem für den Bau einer Boule-Hütte und weitere Smovey-Geräte.

Initiiert durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und die Volksbanken Raiffeisenbanken wurden die „Sterne des Sports“ in diesem Jahr bereits zum 13. Mal in Bronze (Städte, Gemeinden, Kreise), Silber (Land) und Gold (Bund) vergeben. Mit der Auszeichnung soll die soziale Bedeutung der Sportvereine für die Gesellschaft hervorgehoben werden. Die „Sterne des Sports“ in Silber verlieh Landtagspräsident Schlie zusammen mit dem Präsidenten des Landessportverbandes Hans-Jakob Tiessen sowie den Aktionspaten Maya Rehberg (Olympia-Teilnehmerin im Hindernislauf in Rio 2016) und Leichtathlet Steffen Uliczka (Olympia-Teilnehmer in London 2012).

Auf den mit 1500 Euro dotierten zweiten Platz wählte die Jury den MTV Burg, der sich in der Integrations- und Inklusionsarbeit engagiert. Eine weitere Gewinnchance erhält der MTV durch seine Nominierung für den Publikumspreis. Vereine, die auf Landesebene nicht den „Großen Stern des Sports“ in Silber gewinnen, deren Engagement jedoch gleichwohl als herausragend erachtet wird, werden für diesen nominiert. Von den Nominierten jedes Bundeslandes wählt die Bundesjury drei Vereine aus, die von der ARD im Vorfeld des Finales im Januar der Öffentlichkeit präsentiert und zur Abstimmung gestellt werden.

Platz drei belegte der SC Rist Wedel (1000 Euro), der sich durch verschiedene Maßnahmen wie Jugendferien-Camps für die Integration von Kindern und Jugendlichen aus sozial schwächeren Familien sowie mit Migrationshintergrund engagiert. In diesem Jahr gab es drei vierte Plätze (je 500 Euro), die der Surf Club Sylt, der TSV Bargteheide sowie der TSV Dannau belegten. Die drei Vereine wurden jeweils für ihr Engagement im Kinder- und Jugendsport ausgezeichnet.

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erstellt am 10.Nov.2016 | 06:00 Uhr

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