zur Navigation springen

Lokalsport

25. August 2016 | 11:40 Uhr

Finale der Winter-Strassenlaufserie : Erfolgreiche Jagd auf Bestzeiten

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Mit erneut imposanten Leistungen an der Spitze und vielen starken Ergebnissen in den Altersklassen rundeten knapp 320 Aktive die 37. Drelsdorfer Winterstraßenlaufserie ab. Gesamtsieger sind Natalie Jachmann und Dieter Schwarzkopf.

Bei milden Temperaturen und etwas Wind fanden die Asse an der Spitze beim abschließenden Halbmarathon erneut Bedingungen vor, die zur Jagd nach Bestzeiten einluden. Natalie Jachmann machte mit dem dritten Sieg im dritten Rennen nicht nur den Seriensieg perfekt, sondern durfte sich nach 1:19:27 Stunden über eine weitere persönliche Bestzeit freuen. Der Seriensieger 2016 bei den Männern heißt Dieter Schwarzkopf, der als schnellster Mann beim Finale in 1:11:53 Stunden ebenfalls über 21,0975 km so schnell unterwegs war wie noch nie zuvor über diese Distanz.

Natalie Jachmann bestätigte beim Finale ihre starke Form der vergangenen Wochen. Die 24-Jährige von der LG Flensburg verbesserte ihre Halbmarathon-Bestmarke um mehr als zwei Minuten und ist damit nicht nur weiter die Nummer Eins im Land, sondern gehört nun auch zum illustren Kreis der Frauen, die auf der Drelsdorfer Strecke die 1:20-Stunden-Marke geknackt haben. Seit der Umstellung von der 20-km-Distanz auf Halbmarathon im Jahr 1993 waren lediglich die beiden großen nordfriesischen Läuferinnen der vergangenen Jahrzehnte, Dagmar Knudsen (1:17:28 Stunde) und Karen Paysen (1:18:48) noch schneller unterwegs.

„Von einer Zeit unter 1:20 hatte ich schon geträumt, aber ich bin erstaunt, dass es so gut geklappt hat und ich über längere Strecken so gut in Form bin. Es war zwar hart, aber ich hatte Glück, dass ich eine gute Männergruppe um mich herum hatte“, freute sich die Siegerin. Anders als den meisten Aktiven machten der Landesmeisterin nicht die Gegenwindpassagen, sondern die Kilometer mit Rückenwind Probleme. „Den Gegenwind empfand ich angenehm kühlend, aber mit Wind von hinten wurde es mir manchmal sogar etwas warm“, stellte die Freundin kalter Temperaturen fest.

Als Wegbegleiter und Tempomacher hatte Jachmann auch ihren Freund und Vereinskameraden Pascal Dethlefs bis zum gemeinsamen Zieleinlauf an ihrer Seite, der seine eigenen Ambitionen auf den Seriensieg zurückstellte und sich in den Dienst der Bestzeitjagd stellte. „Das ist echt genial, was Natalie da geleistet hat“, lobte Dethlefs. Den Seriensieg der Männer überließ der Vorjahressieger Dieter Schwarzkopf, hielt aber mit seinem fünften Platz in der Tageswertung der Männer immerhin noch den zweiten Platz der Serienwertung.

Nachdem die zuletzt ebenfalls starke Karen Paysen krankheitsbedingt auf einen Start beim Finalrennen verzichten musste, schnappte sich Ute Fanslau vom SV Enge-Sande in 1:29:35 Stunden den zweiten Platz beim Halbmarathon und auch in der Serienwertung. Den dritten Platz erlief Kirsten Sellmer von der LG Flensburg in 1:36:28 Stunden vor Gyde Lorenzen vom TSV Husum 1875, die im Gesamtklassement die Podiumsränge der Damen komplettierte.

Obwohl Favorit Pascal Dethlefs den möglichen Seriensieg freiwillig aus der Hand gab, erlebten die Zuschauer auch bei den Männern einen mehr als würdigen Sieger des Finales und der Serienwertung. Dieter Schwarzkopf rannte im Alleingang ein famoses Rennen an der Spitze und drückte seine bisherige Halbmarathon-Bestmarke auf 1:11:53 Stunden. Der 28-Jährige vom Borener SV, der bei dieser Serie das neu formierte Schulteam der Eider-Treene-Schule Friedrichstadt anführte, erwies sich als Vorbild und guter Motivator seiner Schüler. „Ich freue mich über meine Bestzeit und den Sieg, auch wenn natürlich die Ergebnisse durch Pascals Verzicht etwas verzerrt sind“, erklärte Schwarzkopf.

Mit seiner Gesamtzeit von 2:33:30 Stunden für die 46,1 Kilometer der drei Rennen blieb der Seriensieger von 2013 dieses Mal knapp unter der Marke von Vorjahressieger Dethlefs (2:33:36) und lief so die bislang stärkste Siegerzeit dieses Jahrzehnts. Henrik Schwalbe (SV Enge-Sande/1:16:24) verteidigte als Zweiter seinen dritten Platz in der Serienwertung, zeigte sich aber mit seinem Ergebnis nicht ganz zufrieden. „Ich bin von Anfang an allein gelaufen und der Wind hat mich blass aussehen lassen. Mit Bestzeiten wurde es so nichts“, fasste Schwalbe sein Drelsdorf-Erlebnis zusammen.

Bei den Entscheidungen in den Jugendwertungen blieben Überraschungen aus. Tade Kohn vom TSV Hattstedt machte mit seinem Sieg über 15 km in 56:25 Minuten eindrucksvoll den Gesamtsieg perfekt. Auch Julia Gröling vom SV Enge-Sande ließ sich beim Finale, das sie in 1:06:45 Stunden gewann, nicht mehr von Platz eins verdrängen.
Den dritten Sieg im dritten 5-km-Rennen der Schüler und damit auch den Gesamtsieg feierte der Hattstedter Thore Kohn, der in 19:40 Minuten erneut den Lindewitter Fabian Rieck auf den zweiten Platz verwies.

zur Startseite

von
erstellt am 09.Feb.2016 | 06:30 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert