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Lokalsport

03. Dezember 2016 | 16:43 Uhr

Strandsegeln : Deutsche Elite kämpft um Titel

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Am Strand von St. Peter-Ording geht es am Wochenende wieder rund. Die Strandsegler ermitteln in drei Klassen ihre Deutschen Meister. Die Titelkämpfe sind der letzte Test vor der Europameisterschaft Ende September in Frankreich.

Die Sandbank wird zur Rennpiste, der Strand zur Arena, wenn am Sonnabend und Sonntag die Strandsegler ihre Deutschen Meister in St. Peter-Ording ermitteln. Es wird schnell, schmutzig und spannend. Die Zuschauer können sich auf atemberaubende Rennen einstellen. Auch Innenminister Stefan Studt, in Schleswig-Holstein zuständig für Sport, hat sein Kommen angekündigt.

Auf drei Rädern rasen die Segelwagen über den Sand und durch Priele, über glatte Pisten und knietiefes Wasser. Bei optimalen Bedingungen beschleunigen die Boliden aus Kohlefaser lautlos auf über 100 Stundenkilometer – Geschwindigkeiten, wie sonst nur auf der Autobahn. Das Segel ist der Motor, der Wind der Sprit.

In drei Klassen kämpfen die Sportler nach den Richtlinien des Deutschen Segler Verbandes (DSV) um Edelmetall. In zwei weiteren Klassen findet eine sogenannte Bestenermittlung statt. Insgesamt nehmen über 50 Strandsegler aus Bayern, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein teil. Für die deutschen Strandsegler ist es die erste Regatta nach der Sommerpause und der letzte Test vor der Europameisterschaft Ende Sepember in Frankreich.

Das größte Starterfeld bildet die Klasse 3, die schnellste Klasse unter den Strandseglern. 16 Teilnehmer gehen hier an den Start. Zu den Favoriten zählen der Deutsche Rekordmeister Hans-Werner Eickstädt (Emmerich) sowie Arne Kelm (Plön), Arnd Mahrt (St. Peter-Ording) und Christoph Hanke (Hamburg).

Nachdem einige Piloten in die größere, etwas behäbigere sogenannte „Gentleman’s class“ gewechselt sind, fahren auch die Piloten der Klasse 2 eine offizielle Deutsche Meisterschaft aus. Gute Chancen auf die Goldmedaille rechnet sich Jens Markowitz (Juist) aus, nachdem er die Qualifikationsregatten zur Europameisterschaft deutlich gewann.

Und auch die Teilnehmer in der Miniklasse kämpfen um Medaillen. Mit dabei ist auch Sven Kraja (Schleswig). Kraja war 2012 der erste Weltmeister in dieser Klasse. Seitdem hat der Titelanwärter jede Deutsche Meisterschaft für sich entschieden.

Spannend wird der Kampf um Edelmetall bei den Mini-Yachten. Chancen dürfte Fynn Beugholt haben. Das erst 14-jährige Talent belegt in dieser Saison Platz zwei in der Tabelle. Allerdings werden auch die Frauen um den Titel kämpfen wollen. In keiner anderen Klasse sind die weiblichen Teilnehmer so stark. Inke Löhmann (St. Peter-Ording) war dieses Jahr die schnellste Frau im Feld. In den Klassen Standart und Klasse 5 findet eine Bestenermittlung statt.

Der erste Startschuss für die Rennen fällt am Sonnabend um 11 Uhr, auf der Sandbank südlich der Badestelle Sankt Peter-Bad. Die Rennen am Sonntag beginnen um 12 Uhr und werden am selben Startpunkt gestartet.

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erstellt am 09.Sep.2016 | 06:00 Uhr

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