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Lokalsport

11. Dezember 2016 | 14:59 Uhr

Triathlon : Carstensen und Schuldt dominieren

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Beim 9. Ladelunder Jedermann-Triathlon gingen bei besten Bedingungen knapp 100 Aktive an den Start. Bei den Frauen holte sich Nia Carstensen den Sieg, bei den Männern gewann Niels Asbjörn Schuldt.

Der Ladelunder „Kartoffel“-Triathlon meldete sich nach einjähriger Pause mit guter Beteiligung zurück in der Triathlon-Szene. Im und um das Naturbad gingen bei besten Bedingungen 52 Männer, 33 Frauen und 7 Staffeln an den Start auf die Jedermann-Strecke. Alle Teilnehmer und auch die Organisatoren der Ladelunder Triathlon-Sparte waren hoch zufrieden mit der Neuauflage. „Die Aufregung ist weg, wenn alle im Ziel sind“, freute sich Torsten Reimann, Triathlon-Spartenleiter. Und Paja Heider blickte schon nach vorn. „Es sind noch einige Feinabstimmungen notwendig – sonst lief alles super. Viel Arbeit lag vor uns, aber es ist auch wieder so schnell vorbei. Es war so toll – und dann das super Wetter dazu“, war die Chef-Organisatorin begeistert.

Das waren auch die Männer und Frauen, die sich auf die 300 Meter lange Schwimmrunde im herrlichen Naturbad machten. Das Wasser war 20 Grad warm, da „hätte man auch gut ohne Neo schwimmen können“, meinte der Sieger Niels Asbjörn Schuldt später im Ziel. Das Gewitter war am Nachmittag durchgezogen. Bei rund 18 Grad Lufttemperatur und immer mehr Sonne musste niemand frieren – schwitzen war angesagt auf den zwei Radrunden über je 7 Kilometer und dem abschließenden Lauf über 3 Kilometer.

Bei den Männern setzten Schuldt (Trias Flensburg) und bei den Frauen Nia Carstensen (Fri Ööwingsfloose) zu einem Start-Ziel-Sieg an. Die junge Carstensen stieg nach 5:21 mit über einer Minute Vorsprung auf das Rad und baute diese Führung mit der besten Radzeit (24:29) und guter Laufzeit (12:14) immer weiter aus. Am Ende lief Nia Carstensen nach 42:05 Minuten ins Ziel. Dahinter landeten Victoria Best (44:27, TriVelos Flensburg) und Katharina Petersen (45:02) auf den Plätzen zwei und drei.

Bei den Männern war es da etwas spannender. Nils Asbjörn Schuldt, im Neo gestartet, kam kurz vor dem Nachwuchstalent Erik Hertel nach 4:10 in die Wechselzone, brauchte aber etwas länger, um auf das Rad zu steigen. Dann aber drehte der erfahrene Triathlet auf und zog vorbei. Hertel musste auch noch weitere Konkurrenten passieren lassen, hatte mit 23:11 Minuten nur die zwölftbeste Radzeit. So machte sich Jan Hendrik Nothbaar als erster Verfolger von Schuldt auf die Laufstrecke. Am Ende siegte Schuldt souverän in 35:16 Minuten vor dem Husumer Nothbaar (36:04). Dahinter machte Hertel auf der Laufstrecke mit der zweitbesten Zeit (9:42) wieder viele Plätze gut und wurde noch Dritter. „Es war toll, einfach top. Ich bin momentan in einer super Form. Dieser Triathlon hier hat ein ganz besonderes familiäres Flair. Ich bin froh, dass es ihn wieder gibt“, lobte der Sieger des 9. Ladelunder Jedermanns. Seine nächsten Ziele sind die Mitteldistanz beim letzten Herrenkoog-Triathlon am 2. Juli und dann der OstseeMan in Glücksburg.

Bei der Siegerehrung schnappte sich Jörg Helmer, Vorsitzender des TSV Ladelund, das Mikrofon und bedankte sich im Namen des Vortandes bei allen, die diesen Triathlon wieder zum Leben erweckt haben: Den Spartenmitgliedern, die heute lieber gestartet wären, Paja Heider und Torsten Reimann, den Feuerwehren, der DLRG und den Sponsoren. „Es war ein langer zweijähriger Kampf, der sich gelohnt hat. Wir sind wieder auf einem guten Weg – und es wird nächstes Jahr noch besser werden“, versprach Helmer und machte deutlich, es wird auch einem 10. „Kartoffel-Triathlon“ geben. Aber bevor die Sieger ihren verdienten Lohn in Form einer Medaille und eines Sackes Kartoffeln bekamen, ehrte der TSV-Vorsitzende eine ganz besondere Leistung. Regina Spenke aus Kiel absolvierte in Ladelund ihren ersten Triathlon – und das mit einem körperlichen Handicap. Die 48-Jährige war teilweise gelähmt, kam jeweils mit großen Rückstand in die Wechselzone, aber immer auch mit einem Lächeln auf den Lippen. „Der TSV ist ein Breitensportverein, und deswegen ist dieser Triathlon auch für ganz normale Leute gedacht. Heute haben wir schon wieder mehr normale Fahrräder gesehen – neben den hochgerüsteten Profirädern“, sagt Helmer und überreichte Regina Spenke eine Medaille stellvertretend für alle, die den Triathlon absolviert hatten, aber weiter hinten in den Listen gelandet waren. Um das zu unterstützen, war ein Ladelunder Triathlon mit reduziertem Umfang ausgeschrieben worden als Familientriathlon, der diesmal mangels Anmeldungen ausfiel. „Aber wir arbeiten daran und werden ihn nächstes Jahr als Workshop wieder anbieten“.

Ergebnisse des 9. Ladelund-Triathlons:
Frauen: 1. Nia Carstensen (42:05, Fri Ööwingsfloose), 2. Victoria Best (44:27, TriVelos Flensburg), 3. Katahrina Petersen (45:02), 4. Imke Lützen (46:18, Fri Ööwingsfloose), 5. Beeke Jandt (46:33 USC Kiel), 6. Sabine Nahnsen (46:42, SV Enge-Sande), 7. Evelyn Lappert (48:59, TSV St. Peter-Ording), 8. Lea Wiemer (49:36, Zahnheilkunde Flensburg), 9. Maike Clausen (50:09, Fri Ööwingsfloose), 10. Kathrin Kubon (50:11, TriVelos Flensburg).

Männer: 1. Niels Asbjörn Schuldt (35:16, TrAs Flensburg), 2. Jan Hendrik Nothbaar (36:04, TriMichels Hamburg), 3. Erik Hertel (37:16, TriAs Flensburg), 4. Finn Johannsen (37:19, MTV Leck), 5. Andre Dyhr (37:41, MTV Leck), 6. Tobias Lückert (37:48, USC Kiel), 7. Björn Nahnsen (37:48, SV Enge-Sande), 8. Torben Benecke (37:52, TriAs Flensburg), 9. Jan Köster (37:53, TriAs Flensburg), 10. Finn Ketelsen (39:30, SV Enge-Sande).

Staffeln: 1. Oliver und Alexander Salby (34:38), Tristan, Marco und Calvin Slotosch (43:52), 3. Ralf und Malte Friedrichs (45:06, MTV Leck).

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