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Lokalsport

10. Dezember 2016 | 11:54 Uhr

Rudern : Bronze im Einer: Lars Hartig wieder groß im Olympia-Geschäft

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Für Lars Hartig steigen die Chancen auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio des Janeiro. Bei den deutschen Kleinboot-Meisterschaften errang der Nordfriese von der Friedrichstädter Rudergesellschaft die Bronzemedaille im Männer-Einer.

Es war der erhoffte Befreiungsschlag: Lars Hartig von der Friedrichstädter Rudergesellschaft erkämpfte sich trotz großen krankheitsbedingten Trainingsrückstandes bei den Deutschen Kleinboot-Meisterschaften auf dem Fühlinger See in Köln die Bronzemedaille im Männer-Einer. Eine herausragende Leistung, mit der er seine Chancen, nach 2012 wieder an den Olympischen Spielen teilzunehmen – dieses Mal allerdings nicht mehr als Leicht- sondern als Schwergewichtsruderer – erheblich vergrößerte.

Nach Siegen im Vorlauf und im Viertelfinale sowie einem sichern dritten Rang im Halbfinale war das Finale ein Kampf auf Biegen und Brechen. Die beiden Favoriten, der Rostocker Stephan Krüger und der Dresdener Philipp Wende, setzten sich früh vom Feld ab, gefolgt von Lars Hartig und dem physisch enorm starken, jungen Magdeburger Philipp-Andre Syring, dessen Vater Andre Wilms zweifacher Olympiasieger ist. Während sich Hartig von den beiden Führenden nicht abschütteln ließ, wurden diese von Syring, der auf der zweiten Hälfte eine tolle Leistung zeigte, attackiert und auch bald überholt. Lars Hartig kämpfte sich immer weiter an Wende und Krüger heran. Nach 1500 von 2000 Meters war es dann soweit, der Friedrichstädter überspurtete Olympiasieger Wende und griff sogar noch Krüger, den Deutschen Meister von 2015, an. Während Syring den Sieg feierte, wehrte Krüger den Angriff von Hartig mit letzter Kraft ab. Gold also für Syring, Silber für Krüger und Bronze für Hartig, der sich seinerseits nicht mehr von Wende überholen ließ. Ein packendes Rennen, mit dem der endlich wieder gesunde Hartig zeigte, dass seine Formkurve nun steil nach oben zeigt.

Die Zufriedenheit war groß im Friedrichstädter Lager. „Das war das richtige Rennen zur richtigen Zeit“, meinte ein erschöpfter Hartig. „Ich merke, dass ich langsam wieder in Fahrt komme, merke aber auch, dass ich echt viel Trainingsausfall hatte und gerade am Ende der Rennen echt platt bin.“

Was nun kommt, ist noch völlig offen. Hartigs Trainer Lars Koltermann dazu: „Das unerwartete Ergebnis hier hat den Männer-Skull-Bereich komplett durcheinander gewürfelt. Mit Syrings Sieg und dem starken Comeback von Lars hatten wohl nicht so viele gerechnet. Auch die Tatsache, dass viele arrivierte Ruderer und auch letztjährige Doppelvierer-Weltmeister nicht überzeugen konnten, macht die Mannschaftsbildung und die weitere Saisonplanung für die beteiligten Trainer und Cheftrainer Marcus Schwarzrock kompliziert. Aber wir freuen uns für Lars und wissen nun, dass er eine sehr gute Ausgangsposition für die Saison hat und seine Kurve nach oben zeigt.“

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erstellt am 21.Apr.2016 | 06:00 Uhr

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