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Sportlerehrung : Ausgezeichnete Botschafter des Sports

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Kreis Nordfriesland und Kreissportverband ehren haben in Viöl die erfolgreichsten Sportler aus dem vergangenen Jahr bei der traditonellen Sportlerehrung ausgezeichnet. Malin Brodersen (RW Niebüll) errang sogar Landestitel in zwei Sportarten.

Landrat Dieter Harrsen, der stellvertretende Kreispräsident Siegfried Puschmann und Matthias Hansen als Vorsitzender des Kreissportverbandes Nordfriesland hatten am Dienstag in der Erich-Wobser-Halle Viöl alle Hände voll zu tun. Sie mussten unzählige Hände schütteln, Urkunden und Handtücher verteilen bei der traditionellen Sportlerehrung des Kreises. Eingeladen waren die Athleten, die 2016 auf Landes- und norddeutscher Ebene Meistertitel oder auf Bundesebene Medaillen errungen hatten. Die Veranstaltung wurde zu einem Marathon. 178 Sportler aus dem nördlichsten Kreis der Republik waren überregional erfolgreich gewesen. Dabei hatte die zwölfjährige Malin Brodersen vom TSV Rot-Weiß Niebüll das Kunststück fertig gebracht, gleich in zwei Sportarten Landesmeistertitel zu erringen – im Schwimmen und Turnen.

„Ihr seid Botschafter für den Kreis Nordfriesland, aber Ihr seid auch Botschafter für die Werte des Sports – für Teamarbeit, für Fairplay und für Respekt. Und das ist in der heutigen Zeit ganz wichtig“, sagte der KSV-Vorsitzende Matthias Hansen, der bei der Würdigung der erfolgreichen Sportler die Basis aber nicht vergaß. Denn in den rund 200 Sportvereinen – vom kleinsten mit nur acht Mitgliedern bis hin zum größten mit über 2000 Mitgliedern – wird überwiegend Breitensport betrieben. „Doch diese vielfältige Arbeit ist immens wichtig, denn ohne Breite gibt es keine Spitze“, so Hansen. „Als Landrat bin ich stolz auf die Nordfriesen – in allen Bereichen, weil wir in vielen Dingen auch gut sind. Aber gerade im Sport wird das auch deutlich, weil die Presse immer wieder über die Erfolge berichtet“, sagte Dieter Harrsen.

Auch der stellvertretende Kreispräsident Siegfried Puschmann fand für das Engagement der nordfriesischen Spitzen-Athleten nur lobende Worte: „Ihre Leistungen sind nicht hoch genug einzuschätzen. Aber was dabei entscheidend ist: Hinter diesen Erfolgen stehen Menschen, die bereit trotz zahlreicher Entbehrungen und mit unendlich großer Disziplin , einen Platz auf dem Siegertreppchen zu erkämpfen.“ Der stellvertretende Kreispräsident dankte aber auch den Vereinsvorständen, Trainern, Übungsleitern, Betreuern, Eltern, Freunden oder Partnern, ohne deren Unterstützung diese Erfolge nicht möglich wären. „Auch sie dürfen sich ausgezeichnet fühlen“, betonte Puschmann, der aus eigener Erfahrung weiß, wie viel Zeit, Geld und Nerven das bei aller Freude zum Ehrenamt kostet. „Ohne diesen Einsatz wäre diese Aufbauarbeit unmöglich und das Vereinsleben um vieles ärmer“, schloss er.

Zuvor waren Hansen und Harrsen in einem Interview noch einmal auf die Sportförderung durch den Kreis eingegangen, die im vergangenen Jahr bei der Haushaltsdebatte auf dem Prüfstand gestanden hatte. Der Kreissportverband hatte sich eine dynamische Erhöhung der Fördermittel um zwei Prozent pro Jahr gewünscht. Herausgekommen war am Ende eine einmalige Erhöhung um zwei Prozent von 200  600 Euro auf 204  612 Euro für die nächsten fünf Jahre. „Wir sind damit auf dem richtigen Weg“, sagte Hansen, machte aber auch deutlich, dass der Sport bei der Vielfältigkeit seiner Aufgaben mehr Geld benötige. Harrsen verwies im Gegenzug darauf, dass der Sport bei der Konsolidierung des Haushalts im Gegensatz zu anderen Organisationen immerhin eine Erhöhung der Fördermittel erhalten habe und keine Kürzung. Der Landrat räumte aber auch ein, dass der Sport unverzichtbare Arbeit für die Gesellschaft leiste, und schlug vor dem Hintergrund der zukünftig weiter steigenden Herausforderungen in den Vereinen auch nachdenkliche Töne an. „Es könnte sein, dass in 20 Jahren viele sagen werden: Früher hatten wir noch Sportvereine und das Ehrenamt. Warum ist uns das verloren gegangen? Da müssen wir wachsam sein. Und dazu gehören auch intakte Sportstätten. Diese Problematik müssen wir ebenfalls im Auge haben“, betonte Harrsen.

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erstellt am 17.Mär.2017 | 06:00 Uhr

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