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Lokalsport

28. September 2016 | 17:22 Uhr

1. Segel-Bundesliga : Zitterpartie für SVI geht weiter

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Itzehoer Team trotz Rang neun in Kiel auf vorletzten Tabellenplatz zurückgefallen

Dumm gelaufen – das Bundesligateam der Seglervereinigung Itzehoe hatte sich das fünfte Rennwochenende der höchsten Segelklasse etwas anders vorgestellt. Trotz des neunten Rangs in Kiel fiel die SVI auf den vorletzten Tabellenplatz der 1. Bundesliga zurück und muss jetzt mehr denn je um den Klassenerhalt zittern. Doch Steuermann Christian Soyka bleibt optimistisch. „Wir können uns beim letzten Event in Hamburg noch in die Relegation retten. Bis Ende Oktober ist noch viel Zeit, die wir zu intensivem Training auf der Alster nutzen werden.“ Das Rennen an der Spitze ist indes gelaufen. Titelverteidiger Deutscher Touring Yachtclub aus dem bayerischen Tutzing hat nach dem Sieg in Kiel die erneute Meisterschaft bereits sicher.

Mit der Leistung in Kiel konnte das Itzehoer Team insgesamt zufrieden sein. „Im Endeffekt haben wir gut gesegelt. Jeder im Team hat seine Leistung gebracht.“ Allerdings hätten einige Abstimmungsprobleme dazu geführt, dass Punkte liegen gelassen worden seien, was ein noch besseres Abschneiden verhindert habe. „Mit dem neunten Platz können wir aber zufrieden sein. Leider haben unsere Kieler und Lübecker Konkurrenten aus dem Tabellenkeller noch besser gesegelt als wir, weshalb wir trotz guter Leistung sogar noch einen Platz zurückgefallen sind. Das ist natürlich bitter“, hadert Soyka auch ein wenig mit dem Schicksal. Wie ausgeglichen die Bundesliga inzwischen ist, wurde in Kiel besonders deutlich. An der Kiellinie wurden einige der in der Tabelle vorn platzierten Teams nach hinten durchgereicht. Dafür segelten der bisherige Vorletzte Lübeck und der Viertletzte aus Kiel plötzlich an der Spitze mit. Das hätten auch die Itzehoer schaffen können, doch drei Rennsiegen standen auch zwei letzte Plätze gegenüber, die das Team zurückgeworfen hatten. Hinzu kamen ein paar falsche taktische Entscheidungen, wie zum Beispiel im zwölften Rennen, in dem die Itzehoer nach langer Führung am Ende noch auf Rang drei zurückfielen. Trotz allem hatten Soyka und seine drei Crewmitglieder Kai Harder, Leon Stolp und Hendrik Arendt gute Nerven gezeigt. Nach den Rückschlägen folgten sofort Rennsiege, was für mentale Stärke spricht. Das lässt für die letzte Regatta Ende Oktober hoffen. Bis dahin soll sehr viel trainiert werden. „Es hat sich gezeigt, dass wir noch mehr zusammen segeln müssen, damit die Abstimmung besser wird.“ Man werde das Trainingsboot auf der Alster platzieren und versuchen auch an Wochentagen dort zu segeln, so Christian Soyka, der nach Kiel erst einmal den Kopf wieder frei bekommen will. Deshalb ist am kommenden Wochenende noch trainingsfrei. Stattdessen wird Soyka auf einem Trimaran der Kappelner „Mittelmann’s Werft“ an der größten Einhand-Segelregatta der Welt im dänischen Svendborg teilnehmen.

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erstellt am 20.Sep.2016 | 05:00 Uhr

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