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Lokalsport

05. Dezember 2016 | 21:49 Uhr

Kellinghusener Reitertage : Takashi Haase gewinnt S-Springen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Japaner auf Golden Top erfolgreich / Lena Magens für Halbfinale im Warsteiner-Cup qualifiziert

Schwere Springen und Dressurprüfungen bis hin zur Klasse M** sowie Dressurprüfungen im Rahmen des Schleswig-Holsteinischen Pony-Cups und Springen im Rahmen der Warsteiner Reitsportförderung – all das boten die Kellinghusener Reitertage den Reitsportfreunden in diesem Jahr.

Höhepunkt für die Springreiter war das Springen der Klasse S mit Stechen. Zu bewältigen hatten die 25 Paare im 480 Meter langen Umlauf zwölf Hindernisse mit 15 Sprüngen, die bis zu 1,50 Meter hoch und tief waren. Nachdem es anfangs noch danach ausgesehen hatte, als würde der Umlauf zu einem null Fehler Festival werden, nullten letztlich nur sechs Paare: Mathias Johannsen auf Casalino und Con Calle, Tahashi Haase auf Golden Top, Marina Köhncke auf Clooney, Laura Jane Hackbarth auf Soraya und Philipp Schröder auf Vollbeat. Knapp verpasst hatte das Finale Marieke Reimers auf Linus. Besonders ärgerlich dabei für sie: Die Nuttelnerin patzte nur am letzten Hindernis. Sie wurde als beste Steinburgerin Elfte.

Das Stechen auf dem 320 Meter langen Kurs mit sieben Hindernissen und acht Sprüngen blieb bis zum letzten Reiter spannend: Nachdem zunächst Mathias Johannsen auf Casalino ein Springfehler unterlaufen war, brandete der Beifall für Takashi Haase umso mehr auf: Auf Golden Top blieb der japanische Nationenpreis-Reiter fehlerfrei. Das versuchte nach ihm auch die weitere Konkurrenz, doch die Bemühungen der Reiter blieben erfolglos: Während Philipp Schröder aufgab und sich Mathias Johannsen zwei Abwürfe leistete, fielen die Stangen bei Marina Köhnke und Laura Jane Hackbarth jeweils einmal.

Nach der Ehrenrunde ein gelöster Sieger: „Ich hatte mit mehr Nullern gerechnet, doch die Enge der Zeit hat bei der Konkurrenz zu Fehlern geführt“, sagte Takashi Haase (36). Der Sohn einer Japanerin und eines Deutschen lebt seit 1992 in Deutschland. Lösbar seien die Anforderungen im Parcours nach Ansicht von Takashi Haase für die Pferde gewesen, die routiniert genug sind. Zwar hatte er sich mit seinem siebenjährigen Hannoveraner Wallach bei vorangegangenen S-Springen schon qualifiziert, dennoch sei er überrascht von dem Erfolg in Kellinghusen: „Die Konkurrenz war stark, aber ich denke, mein Pferd hat es im Stechen sehr gut gemacht.“ Für ihn sei es aber nicht die erste Teilnahme an den Reitertagen gewesen: „Im vergangenen Jahr war ich mit jungen Pferden hier, habe dann aber wegen des Regenwetters vorzeitig aufgehört.“ Mit Blick auf seinen Sieg 2016 betonte Takashi Haase: „Das Wiederkommen hat sich gelohnt.“

Erfolg hatten aber auch andere: Zum Beispiel Lena Magens vom RV Breitenburg, die sich auf Crema für das Halbfinale der Warsteiner Reitsportförderung qualifizierte. Es wird Ende September in Havekost veranstaltet. Mit der Wertnote 8.10 im Stilspringen der Klasse L löste die junge Amazone die begehrte Fahrkarte für die nächste Runde, die die zehn Besten zum Finale der Warsteiner Champions Trophy führen soll.

Gefördert mit eigenen Prüfungen wurden in Kellinghusen auch die Pony-Dressurreiter, die sich am Schleswig-Holsteinischen Pony-Cup beteiligen. Eine von ihnen war Eyleen Kjersti Henke auf Dirty Harry. In der Dressurprüfung der Klasse A* wurde der Vortrag der Nuttelnerin mit der Wertnote 7.90 belohnt. Ziel aller Ponyreiter ist das Finale, das beim Landes-Ponyturnier (vom 23. bis 25. September in Bad Segeberg) veranstaltet wird. Die Kellinghusener Reitertage zählen zu den 13 Turnieren landesweit, bei denen die Pony-Reiter Punkte sammeln können.

Gerichtet wurden ebenfalls eine Dressurprüfunge der Klasse M**, die in zwei Abteilungen entschieden wurden. Siegerpaare waren Heike Wolf auf Don Giovanni (699.00 Punkte) beziehungsweise Markus von Holdt auf Lambarene (695.50). Ganz beachtlich hielt sich in der zweiten Abteilung der Nuttelner Louis Rohde, der auf Superb 665.00 Punkte sammelte und Dritter wurde. Nach seinem zweiten Platz im Rahmen der Kreismeisterschaften (LK 2-4) war das der zweite große Erfolg für Louis Rohde bei den Kellinghusener Reitertagen. Mit deren Verlauf war Veranstaltungsleiter Jan Plöhn zufrieden. „Besser geht es nicht. Wir hatten ein tolles Teilnehmerfeld mit namhaften Reitern und ein einhundert Prozent zuverlässiges Helferteam und ‚null Beeinträchtigung’ durch das Wetter.“

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erstellt am 24.Aug.2016 | 05:00 Uhr

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