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Lokalsport

25. September 2016 | 02:18 Uhr

Segeln : SVI kämpft in Kiel gegen den Abstieg

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Seglervereinigung Itzehoe will in der 1. Bundesliga am Wochenende Flucht nach vorn antreten

Alles oder nichts – die Seglervereinigung Itzehoe muss am Wochenende beim der 5. Regatta der Segel-Bundesliga angreifen und die Flucht nach vorn antreten. Auf der Kieler Innenförde gilt es, von Freitag Mittag bis Sonntag die bisher ziemlich maue Saison-Bilanz aufzupolieren. „Ein Platz in der Top Ten muss es mindestens werden, damit wir uns wenigstens auf einen Relegationsplatz retten können“, sagt Steuermann Christian Soyka.

Bis auf die dritte Veranstaltung in Travemünde lief es bei den Itzehoern alles andere als rund. Bei äußerst schwierigen Windbedingungen war die SVI-Crew meist hinterhergefahren und liegt vor den letzten beiden Regatten auf dem drittletzten Rang und damit auf einem Abstiegsplatz.

In Kiel werden neben Steuermann Soyka Hendrik Arendt, Kay Harder und Leon Stolp im Boot sitzen. Mit dieser Besatzung wurde im Vorfeld zweimal auf der Innenförde trainiert. Zuletzt am vergangenen Wochenende mit fünf weiteren Teams unter Bundesliga-Bedingungen. „Wir haben einiges ausprobiert. Die Taktik war gut und die Geschwindigkeit auch, aber bei den Starts hat noch längst nicht alles geklappt“, so Soyka. Besorgnis erregend sei das aber nicht, denn schließlich habe man ja neue Manöver getestet. Dennoch fährt Soyka mit gemischten Gefühlen nach Kiel. Die Kieler Förde ist zwar das hauptsächliche Trainingsgewässer der Itzehoer, allerdings die Außen und nicht die Innenförde, auf der ab morgen die Bundesligarennen stattfinden. Es sei schwer einzuschätzen, was sein Team in Kiel erwarte. Die Windvorhersagen seien gar nicht so schlecht. Sorgen bereite ihm aber, dass die Stimmung in den einzelnen Booten immer aggressiver geworden sei. Das gelte sowohl für das Spitzentrio als auch für die letzten Acht. „Die Anspannung ist groß, man merkt, dass es um viel geht. Wir werden trotzdem versuchen nicht hektisch zu werden und locker in die Rennen gehen.“

Die Tabellensituation sieht so aus, dass die SVI zum Relegationsplatz 15, auf dem der Kieler Yacht Club steht, zwar nur einen Punkt Rückstand hat, der 14. Hemelingen aber bereits einen komfortablen Vorsprung von acht Punkten aufweist. Das dürfte nur schwer aufzuholen sein – es sei denn in Kiel springt ein Top-Ergebnis heraus. Zunächst einmal heißt es aber, an den Kielern auf ihrem Heimrevier vorbeizuziehen und dann auch noch den Vorletzten Lübeck und Schlusslicht Berlin-Grünau auf Distanz zu halten. Der Abstiegskampf hat endgültig begonnen. Dabei sind gute Nerven gefragt, um dem immer größer werdenden Druck standzuhalten.

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erstellt am 15.Sep.2016 | 05:00 Uhr

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