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Lokalsport

09. Dezember 2016 | 03:07 Uhr

1. Segel-Bundesliga : SVI gibt die Rote Laterne ab

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Itzehoer Team fährt vor Travemünde auf Platz sieben

„Wir sind mit dem siebten Platz totalzufrieden, vor allem auch deshalb weil wir die Abstiegsplätze verlassen haben.“ Steuermann Christian Soykas Fazit nach der dritten Regatta der Segel-Bundesliga fällt für die Crew der Seglervereinigung Itzehoe (SVI) absolut positiv aus, obwohl sogar noch mehr drin war. In der Bundesliga-Tabelle ist der SVI zur Halbzeit vom letzten (18.) auf den 14. Rang geklettert. „Nun muss unser Ziel für die letzten drei Spieltage sein, uns auch noch aus den Relegationsplätzen zu segeln“, so Soyka weiter. Das Potenzial dazu haben wir.“

Für die SVI-Crew hatte sich die intensive Vorbereitung auf Travemünde ausgezahlt. Am ersten Renntag lief alles wie geschmiert. Die Segel-Einstellung war sofort optimal und so fuhren Soyka, Moritz Burmester, Stefan Gründler und Leon Stolp ihren Gegnern gleich dreimal davon – Drei erste Plätze hintereinander, das hatten die Itzehoer in ihrer bisherigen Bundesliga-Zugehörigkeit noch nicht geschafft. Im vierten Rennen gab es noch einen zweiten Rang, aber dann hatte sich auch die Konkurrenz auf die Windverhältnisse eingestellt, doch der „Ausrutscher“ mit Platz fünf im fünften und letzten Rennen des Tages war absolut zu verschmerzen.

Am Sonntag ging dann allerdings nicht mehr viel. Zunächst bremste eine schwache Brise das SVI-Team und als der Wind dann im Laufe des Tages immer stärker wurde, kamen Flüchtigkeitsfehler hinzu, die auf dem kurzen Kurs nicht auszubügeln waren. Nach einem fünften und vierten Platz hatte die Crew zwar wieder den richtigen Speed, nahm aber dem Münchener Segelclub bei der erste Wende die Vorfahrt, musste kringeln und fiel vom ersten auf den fünften Platz zurück. Mit Platz zwei im vierten Rennen, schien es wieder aufwärts zu gehen, doch dann folgten zum Abschluss sogar noch zwei sechste Plätze. Im fünften Rennen sorgte wiederum ein Kringel nach einer Bootsberührung dafür, dass das Team auf den letzten Platz zurückfiel und zum Abschluss wurde auch noch der Start vermasselt, so dass es keine Möglichkeit mehr gab noch einmal aufzuholen. „Wir haben immer voll auf Angriff gesegelt. Das war etwas zu viel und ist voll in die Hose gegangen“, ärgert sich Christian Soyka über die Fehler, die die Itzehoer teuer bezahlen mussten. Am Ende habe er sich nach zehn Stunden Einsatz aber auch nicht mehr richtig konzentrieren können. „Am Sonntag war ganz einfach der Wurm drin.“ Das zeige aber auch, dass man noch viel zu arbeiten habe. „Auf etwas ausruhen geht nicht. Wir müssen hart trainieren, um uns vor dem nächsten Spieltag in Berlin weiter zu verbessern.“

Zwangsläufig ausruhen mussten alle Teams dann allerdings am dritten Renntag: Am Montag herrschte in Travemünde Flaute, so dass kein Rennen mehr gestartet werden konnte. Das war zumindest kein Nachteil für die Itzehoer Crew, die damit auf dem siebten Platz blieb. Allerdings war das Feld so eng beisammen, dass man sich auch durchaus hätte wieder weiter nach vorn vorarbeiten können. Aber das ist reine Spekulation. Christian Soyka war jedenfalls mit dem Erreichten zufrieden: „Wir haben den von uns angepeilten einstelligen Platz erreicht und das Team hat sehr gut harmoniert. Lediglich die Kommunikation zwischen Taktiker und Steuermann könnte noch besser sein, aber daran werden wir unter anderem in den nächsten Wochen arbeiten.“

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erstellt am 27.Jul.2016 | 05:00 Uhr

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