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Lokalsport

05. Dezember 2016 | 09:35 Uhr

Cross-Duathlon : Stefanie Wasmundt holt Goldmedaille

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Itzehoerin gewinnt in ihrer Altersklasse bei den Deutschen Meisterschaften

Stefanie Wasmundt ist Deutsche Meisterin. Die für den Sportclub Itzehoe startberechtigte Wettkämpferin gewann den nationalen Titel im Cross-Duathlon im Rahmen der Konkurrenz für die Altersklasse TW35F. Den rund 35 Kilometer langen Wettbewerb mit Crosslauf (7 km + 3,5 km) und Mountainbike-Cross (24 km) beendete sie nach 2:12:30 Stunden vor Christine Vollmer (TSG Maxdorf, 2:13:36) und Anja Kiesel (Nonplusultra Esslingen, 2:15:25). An den von der Deutschen Triathlon-Union veranstalteten Meisterschaften hatte sich Stefanie Wasmundt zum ersten Mal beteiligt: „Eigentlich wollte ich nur feststellen, ob mir der Cross-Duathlon Spaß bringt und ob ich den Wettbewerb mag.“ Mit einem Treppchenplatz habe sie vorher nicht spekuliert.

Der Kurs war anspruchsvoll. Und zwar so, dass die Itzehoerin zunächst skeptisch war, ob darauf tatsächlich gelaufen werden soll. Bezüglich der Linienführung beim Mountainbike-Cross sagte Stefanie Wasmundt im Gespräch mit unserer Zeitung: „Wenn ich mir die nicht am Tag vor den Meisterschaften angeguckt hätte, hätte ich bestimmt gesagt, da schiebe aus Sicherheitsgründen wohl besser.“

Nachdem sie sich mit allen Widrigkeiten wie Bergauf- und Bergabpassagen, Wald- und Schotterwege oder mit Baumwurzeln durchsetzte schmale Pfade (Trails) im Zickzackkurs für das Laufen vertraut gemacht hatte, setzte sie sich mit den Schwierigkeiten auseinander, die die acht Kilometer lange Radrunde hatte. Auch sie enthielt Trails, starke Gefälle beziehungsweise Anstiege, und in jeder Runde musste eine Tongrube durchfahren werden. Stefanie Wasmundt: „Sie war genauso kräftezehrend wie die Laufrunde.“

Über ihre Taktik im Wettkampf, der mit dem sieben Kilometerlauf begann, berichtet sie: „Ich bin defensiv angelaufen, aber schon so, dass ich die Konkurrentinnen meiner Altersgruppe noch sehen konnte.“ Das Mountainbike bestieg sie deshalb als Vorletzte. Bange werden musste ihr bei der relativ schlechten Ausgangssituation aber nicht, denn die Stärken der Itzehoerin liegen eindeutig auf dem Rad. Es dauerte auch nicht lange, da hatte sie zur späteren Zweiten aufgeschlossen, die 15 Sekunden vor ihr in die drei Radrunden gestartet war. Beide kämpften fortan zusammen und sammelten weitere Konkurrentinnen ein

Gemeinsam fuhren sie in die Wechselzone hinein, von der aus noch dreieinhalb Kilometer zu laufen waren. Die bessere Ausgangsposition verschaffte sich Christine Vollmer. Stefanie Wasmundt. „Weil ich mit meinen verschmutzen Socken nicht mehr Laufen konnte, musste ich sie ausziehen. Deshalb verschaffte sich Christine einen kleinen Vorsprung, den ich aber schon bald wett machte.“ Gleichzeitig musste sich Stefanie Wasmundt Gedanken über ihre Taktik machen: Hinterherlaufen und dem Endspurt vertrauen oder Überholen und die Flucht nach vorne antreten, was war besser? Die Itzehoerin entschied sich für den Angriff und vertraute somit der eigenen Kraft.

Zu diesem Zeitpunkt wusste sie aber nicht, an welcher Stelle sie innerhalb der eigenen Altersklasse lag. „Ich dachte, Christine und ich kämpfen um den dritten Platz.“ Rückblickend auf den für sie entscheidenden Moment im Kampf um eine Medaille sagt Stefanie Wasmundt: „Die Tempoverschärfung war zwar ein Risiko, aber sie war auch die Grundlage für das Gold, denn Christine kam nicht mehr hinterher. Gemacht habe ich es auch deshalb, um mir hinterher nicht vorwerfen zu müssen, ich hätte zu wenig gekämpft.“

Dass sie den Wettkampf letztlich als Deutsche Meisterin ihrer Altersklasse beendete, realisierte Stefanie Wasmundt erst, nachdem die offizielle Ergebnisliste ausgehängt war.

Woran sie im Zusammenhang mit dem Kräfteaufwand besonders denkt: „Bei mir ging nach dem Wettkampf gar nichts mehr. Ich habe mich so sehr verausgabt, dass ich danach nicht mehr in der Lage war, einen Tag später bei einem Crossrennen in Baiersbronn zu starten, für das ich ebenfalls gemeldet war.“

Vorbereitet auf die Titelkämpfe hatte sich Stefanie Wasmundt im Pünstorfer Gehölz sowie bei einem Straßen-Duathlon in Elmshorn und einem Querfeldeinrennen in Mölln.


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