zur Navigation springen

Lokalsport

30. September 2016 | 08:38 Uhr

Handball : Starke Konkurrenz im Kader

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Herzhorns Oberliga-Frauen visieren nach dem Aufstieg das gesicherte Mittelfeld an. Sie starten gleich beim Topfavoriten Todesfelde in die Saison.

Mit großer Vorfreude gehen die Handballerinnen des MTV Herzhorn in die neue Saison: Als Neuling in der Oberliga geht es gegen viele neue Teams. Den Anfang macht dabei gleich das Gastspiel der Schützlinge von MTV-Trainer Michael Janke am Sonnabend (ab 18 Uhr) beim Liga-Topfavoriten SG Todesfelde/Leezen.

Die Herzhornerinner starten mit einem Kader in die neue Spielzeit, der sowohl Breite als auch Qualität aufweist. In jedem Falle stehen Jahnke weit mehr Spielerinnen zur Verfügung, als die 14, die er auf den Spielberichtsbogen schreiben darf. Da wird er meist die Qual der Wahl haben. „Gut, dass mich in dieser Saison Wiebke Vogel als Co-Trainerin unterstützt“, sagt Janke, „damit wir bei dieser großen Zahl im Training auch alle sinnvoll beschäftigen können.“

Auf nahezu jeder Position gibt es Konkurrenzkampf. So werden sich im Tor die Rückkehrerin Eike Jankowski und Neuzugang Svenja Mevert (aus der A-Jugend der HSG Kremperheide/Münsterdorf) die Einsätze aufteilen, bis die bisherige Stammkeeperin Mareike Struck zur Rückrunde wieder voll einsteigen will. Sie hatte sich im Mai einer Operation am Fuß unterzogen und befindet sich gerade erst wieder im Aufbautraining.

Für vermehrten Konkurrenzkampf auf Rechtsaußen und am Kreis sorgen die beiden Schwestern Lina (21) und Jule Hinze (18). Beide kommen von der HSG Kremperheide/Münsterdorf. Eine große Bereicherung im Rückraum ist auch Aimée von Pereira. Die 16-Jährige, die aus dem eigenen Nachwuchs kommt, gehört zum Kader deutschen B-Jugend-Nationalmannschaft und zeigte bereits in der Endphase der vergangenen Saison, – gerade in den wichtigen Spielen – was sie zu leisten in der Lage ist. Bereits verabredet ist, dass sie ab der Saison 2017/18 zum Drittligisten Henstedt-Ulzburg wechselt, weil dort in Personalunion der B-Jugend-Bundestrainer Frank Hamann als Co-Trainer fungiert. „Bis dahin werden wir sie in Liga vier sinnvoll und langsam an den Erwachsenenbereich heranführen“, sagt Janke. „Sie bringt schon große Qualität mit und kann für uns ein wichtiger Aktivposten sein.“

Noch nicht mit dabei in der Hinrunde sind Lena Schecht und Elina Hesse. Während Kreisläuferin Lena Schecht aus beruflichen Gründen eine Pause einlegt, ist bei der vielseitigen Elina Hesse wegen ihres Kreuzbandrisses aus der ersten Jahreshälfte an Leistungshandball noch nicht zu denken. Beide wollen ebenfalls zur Rückrunde wieder einsteigen.

Nicht mehr dabei ist mit Christina Hinrichs die sicherste Herzhorner Siebenmeterschützin der abgelaufenen Saison. Sie wechselte zum Liga-Konkurrenten TSV Ellerbek – man wird sich also bald wiedertreffen. Mit Lea Tiedemann verließ auch eine hoffnungsvolle Nachwuchs-Torhüterin den Verein. Sie beginnt in Flensburg ein Lehramts-Studium und will im hohen Norden für den Drittligisten TSV Nord Harrislee Tore verhindern. Ebenfalls nicht mehr im Herzhorner Kader ist Steffi Pekeler.

Die Vorbereitung verlief wie immer intensiv, aber auch einige sportliche Highlights waren schon dabei. So schied man zum Beispiel bei einem sehr stark besetzten Turnier in Bredstedt erst im Halbfinale knapp gegen den Drittligisten HF Füchse Berlin aus. Zuvor hatte sich der MTV dort vier souveräne Siege erspielt. „Unsere Truppe ist bei aller Qualität auch noch jung und daher entwicklungsfähig“, sagt Michael Janke. „Ich wünsche mir, dass wir von Beginn an nichts mit dem Abstieg zu haben werden. Wir wollen einen sicheren Mittelfeldplatz belegen. An der Spitze erwarte ich einen Durchmarsch der SG Todesfelde/Leezen.“

Ausgerechnet beim Liga-Topfavoriten müssen die Janke-Schützlinge nun am Sonnabend antreten. Zu dem ohnehin schon vorhandenen Potential verstärkte man sich mit den ehemaligen Bundesliga-Spielerinnen Katharina Naleschinski (Rosengarten Buchholz), Malin Stahmer (TSV Travemünde) und Annalena Grell (Buxtehuder SV). Mit der SG-Haupttorschützin Franziska Haupt ist der Todesfelder Angriff somit noch torgefährlicher geworden. „Das ist natürlich eine Mammutaufgabe für uns“, sagt Janke, der personell wohl aus dem Vollen schöpfen kann. „Da müssen wir aufpassen, dass sie uns nicht am Anfang überrollen. Unsere Hauptaufgabe wird sein, das Spiel so lange wie möglich so offen wie möglich zu halten. Vielleicht können wir die SG ja ein bisschen ärgern. Das wäre für uns schon ein Erfolg.“ Der MTV-Trainer sieht sein Team durchaus gut vorbereitet. Im letzten Testspiel gelang ein deutliches 34:19 gegen Hamburg-Ligist TH Eilbek.

 

Oberliga Frauen 2016/17 MTV Herzhorn


Zugänge: Eike Jankowski (Rückkehr nach einem Jahr Pause), Svenja Mevert, Jule Hinze, Lina Hinze (alle HSG Kremperheide/Münsterdorf), Annkristin Schmidt, Verena Wagner (beide MTV Herzhorn II), Aimée von Pereira (MTV Herzhorn Jugend)

Abgänge: Christina Hinrichs (zum TSV Ellerbek), Lea Tiedemann (zum TSV Nord Harrislee), Steffi Pekeler (Ziel unbekannt).

Kader
Tor: Mareike Struck (31), Eike Jankowski (31), Svenja Mevert. Feld: Annkristin Schmidt (19; RL, RR, RM), Yana Hesse (27; LA, RA), Elina Hesse (27; RL, RM, RR), Maike Langenberg (31; RL, RM, RR), Simona Martin (22; LA, RL, RR, RA), Anja Stoldt (27; RR, RA), Joele Riedeberger (19; LA, RA), Mareike Hoffmann (30; RL, RM, RR, KM), Janna Wilcke (28; RR, RA), Sarah Winkowski (24; RR, RA), Lena Schecht (26; KM), Carina Lipp (20; RL, RR), Aimée von Pereira (16; RL, RM, RR), Lina Hinze (21; LA), Jule Hinze (18; KM, RM, RR, RA), Verena Wagner (19; RM).

Trainer: Michael Janke. Co-Trainerin: Wiebke Vogel. Physio: Gerd Sosat.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 16.Sep.2016 | 08:55 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen